Telekom senkt ihre Dividende

T-Aktie rutscht ab : Deutsche Telekom kürzt die Dividende

Obwohl der Umsatz der Telekom im abgelaufenen Quartal um fast fünf Prozent gewachsen ist, rutschte die Aktie am Donnerstag nach der Vorlage der Quartalszahlen um zeitweise drei Prozent ab.

Der Grund ist, dass der Konzern für das laufende Jahr nur noch eine Dividende von 60 Cent zahlen will. Für 2018 hatte es 70 Cent gegeben.

Vorstandschef Tim Höttges begründete die sinkende Ausschüttung damit, der Konzern müsse sich finanziellen Spielraum sichern, um weitere Investitions- und Wachstumschancen“ zu nutzen, ohne sein Rating am Kapitalmarkt zu gefährden. Der Schuldenberg der Telekom liegt bei 79 Milliarden Euro.

In den USA als wichtigstem Markt mit mittlerweile 84 Millionen Kunden möchte die Telekom Ende des Jahres der erste landesweite 5G-Anbieter sein, mit einer Abdeckung von mehr als 200 Millionen Einwohnern. Höttges gab sich zuversichtlich, die wichtige Genehmigung der Fusion von T-Mobile USA mit dem Wettbewerber Sprint Anfang 2020 zu erhalten.

In Deutschland sieht sich der Bonner Anbieter gut gerüstet, um gegen Vodafone bestehen zu können, obwohl die Düsseldorfer nach dem Kauf von Unitymedia nun ein fast bundesweites Kabel-TV-Netz haben. Der Marktführer habe bei LTE bereits die „größte Netzabdeckung“ mit 97,9 Prozent der Haushalte, sagte Höttges. Bis 2021 würden rund 9000 neue Mobilfunkstandorte aufgebaut. Dann käme die Telekom auf knapp 40.000 Funkstationen in Deutschland. Kein Wettbewerber kann mithalten.

In nur einem Jahr hat die Telekom die Zahl der Verträge für sehr schnelle Online-Anschlüsse mit einem Tempo von bis zu 100 Megabit/Sekunde um ein Fünftel auf etwa 14 Millionen erhöht. Rund 3,5 Millionen Haushalte haben TV gebucht. Beliebt ist bei Smartphones die Datenflatrate Stream-On mit 2,8 Millionen Kunden, 80 Prozent mehr als vor einem Jahr.

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