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Quartalszahlen: Telekom-Gewinn halbiert sich

Quartalszahlen : Telekom-Gewinn halbiert sich

Hohe Ausgaben für Pensionäre haben zum Jahresauftakt die Deutsche Telekom belastet. Der Überschuss sank im ersten Quartal um die Hälfte auf 238 Millionen Euro, wie der Bonner Konzern am Donnerstag mitteilte.

Neben den Kosten für den Vorruhestand von Mitarbeitern, die sich auf eine halbe Milliarde Euro beliefen, drückten auch Abschreibungen auf die Mobilfunktochter T-Mobile USA das Ergebnis. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Überschuss von 502 Millionen Euro gerechnet.

Der Vorstand des 235.000 Mitarbeiter starken Konzerns hält an seiner Prognose fest: Bei einem Free Cash Flow von sechs Milliarden und soll das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) in diesem Jahr 18 Milliarden Euro erreichen. In den ersten drei Monaten lag die Kennzahl unverändert bei 4,5 Milliarden Euro.

Deutschlandgeschäft schrumpft langsamer

Rückenwind hatte die Telekom in ihren beiden wichtigsten Sparten Deutschland und den USA erhalten, weshalb der Konzernumsatz von Januar bis Ende März lediglich um ein Prozent auf 14,4 Milliarden Euro zurückging. "Es war ein zufriedenstellendes Quartal für uns", sagte Telekom-Chef Rene Obermann. In Deutschland habe der anhaltende Umsatzschwund deutlich gebremste werden können, da immer weniger Kunden ihren Telekom-Festnetzanschluss kündigten.

Die Erlöse auf dem Heimatmarkt seien deshalb nur noch zwei Prozent auf 5,7 Milliarden Euro gesunken. Gleichzeitig konnten die Bonner 173.000 neue Fernseh-Abonnenten locken - die Zahl der Gesamtkunden für das Pay-TV-Angebot summierte sich auf 1,7 Millionen. Ob das auf Dauer so bleibt ist unsicher, da die Telekom die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga ab 2013 an den Bezahlsender Sky verloren hat.

Bei der kriselnden US-Tochter stabilisiert sich die Lage. Im ersten Quartal habe T-Mobile USA ihren Gewinn um 13 Prozent auf eine Milliarde Euro gesteigert, hieß es. Allerdings kehrten 250.000 Vertragskunden in den USA dem Mobilfunker den Rücken.
Der Verkauf der US-Sparte an den Branchenriesen AT&T war Ende vergangenen Jahres am Widerstand der Wettbewerbshüter gescheitert.

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(REU)