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Tarifgespräche: GDL-Chef Klaus Weselsky gibt sich kämpferisch

Tarifgespräche mit der Bahn : GDL-Chef Weselsky gibt sich kämpferisch

Bei der Deutschen Bahn geht die Tarifrunde mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) an diesem Freitag in Berlin weiter. Beide Seiten wollen über das jüngste Angebot des Konzerns verhandeln, das außer den Lokführern nun auch die Zugbegleiter umfasst. GDL-Chef Claus Weselsky verweist auf die Entschlossenheit seiner Gewerkschaft.

Die Einkommen sollen demnach bis Ende 2016 in drei Stufen um insgesamt 5 Prozent steigen. Das bedeutet nach Rechnung der GDL eine Jahreserhöhung von 2 Prozent. Die Gewerkschaft hatte 5 Prozent für zwölf Monate gefordert, zeigt sich an diesem Punkt aber kompromissbereit.

Die Bahn hat der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) vor einer Woche das gleiche Angebot für alle Mitarbeitergruppen unterbreitet. Noch nicht gelöst ist der grundsätzliche Konflikt um die Forderung der GDL, für alle Berufsgruppen des Zugpersonals eigenständige Tarifverträge aushandeln zu dürfen. Bahn und EVG sind gegen unterschiedliche Tarifverträge für ein und dieselbe Gruppe.

Die GDL hält eine Lösung für die Zugbegleiter für möglich. Die Gewerkschaft würde für ihre Mitglieder bei den Zugbegleitern Tarifverträge akzeptieren, die den gleichen Inhalt wie die der konkurrierenden Bahngewerkschaft EVG haben, sagte GDL-Chef Claus Weselsky dem Radiosender hr-Info.

Die EVG hat Streiks bis zu ihrem nächsten Verhandlungstermin am 12. Dezember ausgeschlossen. Die GDL-Mitglieder haben bereits sechsmal gestreikt. Die Lokführergewerkschaft sagte lediglich zu, für Weihnachten nicht zu Arbeitsniederlegungen aufzurufen. Weselsky bekräftigte vor den Gesprächen die Kampfbereitschaft der GDL. "Wir haben bewiesen, dass wir uns durchsetzen können. Ich will nicht erleben, dass wir eine verbohrte Verweigerungshaltung des Managements aufbrechen müssen", sagte er hr-Info.

(dpa)