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Tarifkonflikt bei der Lufthansa: Streiks sollen Frankfurt und Hamburg treffen

Tarifkonflikt bei der Lufthansa : Streiks sollen Frankfurt und Hamburg treffen

Berlin (RPO). Am Montag wird bei den Lufthansa-Töchtern wieder gestreikt: Mitten in der Urlaubszeit müssen sich die Reisenden deshalb auf erhebliche Flug-Verspätungen und Umwege wegen des Streiks bei der Lufthansa einstellen. Am stärksten soll laut Gewerkschaft Verdi die Drehscheibe Frankfurt am Main sowie auf den Flughafen Hamburg betroffen sein.

Die Lufthansa will zwar mit Notfallplänen das Chaos möglichst gering halten. Dennoch riefen Politiker von SPD, Union und FDP zu einem raschen Ende des Tarifkonfliktes auf. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt warnte vor überhöhten Tarifabschlüssen.

Verdi-Sprecher Reutter sagte mit Blick auf Frankfurt und Hamburg: "Da gerät sehr schnell viel durcheinander." Prinzipiell würden alle Geschäftsfelder des Boden- und Kabinenpersonals bestreikt. Auch andere Standorte wären betroffen, doch würden nicht an allen Flughäfen alle Bereiche bestreikt. Der Erfolg des Arbeitskampfes werde aber nicht an der Zahl der ausgefallenen Flüge gemessen. "Ziel ist es, die Lufthansa wirtschaftlich unter Druck zu setzen, nicht die Passagiere zu bestreiken", sagte er.

Arbeitskampf könnte teuer werden

Für die Lufthansa könnte der Arbeitskampf ab 0 Uhr am Montag teuer werden. "Wir schätzen, dass so ein richtiger Streiktag fünf Millionen Euro kosten wird", sagte Commerzbank-Analyst Frank Skodzik dem "Tagesspiegel". Daher werde die Lufthansa alles tun, um wieder schnell an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Arbeitgeberpräsident Hundt warnte indes vor einer konjunkturellen Abwärtsspirale als Folge zu hoher Tarifabschlüsse. "Ich kann nur davor warnen, dass wir zu Abschlüssen kommen, die über eine Lohn-Preis-Spirale die Inflation weiter anheizen", sagte er dem "Handelsblatt". Er äußerte sich auch vor dem Hintergrund des Tarifkampfes bei der Lufthansa.

Hier geht es zur Infostrecke: Streik: Ihre Rechte als Fluggast

(afp2)