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Netzagentur: Erhöhungen "nicht gerechtfertigt": Steigende Strompreise trotz fallender Einkaufspreise

Netzagentur: Erhöhungen "nicht gerechtfertigt" : Steigende Strompreise trotz fallender Einkaufspreise

Bonn (RPO). Die Bundesnetzagentur hat sich gegen die gegenwärtig laufenden Strompreis-Erhöhungen ausgesprochen. Es sei "sachlich nicht gerechtfertigt", die Steigerung der Ökostrom-Umlage von 1,5 Cent pro Kilowattstunde auf die Verbraucher umzulegen, schrieb der Präsident der Agentur, Matthias Kurth an seinen Beirat.

Eine Sprecherin der Agentur bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Welt". Im Gegenteil wirke sich Strom aus erneuerbaren Energien dämpfend auf die Großhandelspreise aus, "da sie sukzessive teure Kraftwerke aus dem Markt verdrängen". Es ergebe sich dadurch sogar ein Spielraum von drei Cent für Preissenkungen.

Mindestens jedem zweiten deutschen Haushalt wurde in den vergangenen Wochen eine Strompreiserhöhung mitgeteilt. Die Strompreise für private Verbraucher steigen seit Jahren stetig an. Gleichzeitig sind die Einkaufspreise für die Stromanbieter deutlich gesunken. Das zeigt auch eine Analyse des unabhängigen Verbraucherportals Verivox.

(apd/verivox/jre/felt)