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Ex-Ministerpräsident und Pharmakonzern: Stefan Mappus hört bei Merck schon wieder auf

Ex-Ministerpräsident und Pharmakonzern : Stefan Mappus hört bei Merck schon wieder auf

Der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident, Stefan Mappus (CDU), wird nach nur vier Monaten seinen Posten beim Pharmakonzern Merck wieder aufgeben. Dies bestätigte Mappus in einem Interview.

Mappus begründete sein Ausscheiden gegenüber den"Stuttgarter Nachrichten" mit "zumeist diffamierenden Angriffen und Verleumdungen" gegen ihn und die ehemalige baden-württembergische Landesregierung im Zusammenhang mit dem Einstieg des Bundeslandes beim Energiekonzern EnBW. Die Angriffe "erfordern eine angemessene Reaktions- und Wehrfähigkeit meinerseits", sagte Mappus der Zeitung.

Seine Stelle bei Merck hatte der 45-Jährige erst im September Stelle angetreten, im Januar hätte er für den Pharma-Konzern eigentlich nach Rio de Janeiro gehen und dort als Konzernbevollmächtigter für Südamerika arbeiten sollen. Nun scheidet Mappus nach eigenen Angaben aber schon zum Jahresende aus. Ein Merck-Sprecher bestätigte der Zeitung den Ausstieg des früheren Politikers.

Mappus hatte Ende 2010 als Ministerpräsident den Rückkauf von EnBW-Anteilen durch das Land maßgeblich vorangetrieben. Das Geschäft über fünf Milliarden Euro wurde ohne Zustimmung des Landtags vollzogen. Der Staatsgerichtshof hatte dies jüngst als verfassungswidrig eingestuft. In der Folge war der ehemalige Finanzminister und zwischenzeitliche Landtagspräsident, Willi Stächele (CDU), zurückgetreten.

(AFP/das)