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Warum die Gründer des Start-ups Femtasy Köln verlassen

Erotik-Hörspiel-Anbieter zieht nach Berlin : Warum die Gründer des Start-ups Femtasy Köln verlassen

Unter dem Motto „Hör dich zum Höhepunkt“ haben Nina Julie Lepique und Michael Holzner das Kölner Start-up Femtasy gestartet, das erotische Hörspiele für Frauen und Paare anbietet. Mit frischem Geld von Investoren will das Start-up nun nach Berlin umziehen. Die Gründe sind nachvollziehbar – aber bitter für die Domstadt.

Es klingt nach dem Beginn einer tollen Erfolgsgeschichte aus Köln: Unter dem Motto „Hör dich zum Höhepunkt“ starten Nina Julie Lepique und Michael Holzner ein Start-up, das erotische Hörspiele für Frauen und Paare anbietet. Nach einer Seed-Finanzierung überzeugen die Gründer auch prominente Investoren wie Trivago-Gründer Rolf Schrömgens oder den Gründer der Code-University Tom Bachem von ihrem Konzept. Eine siebenstellige Summe, also mindestens eine Million, fließt bei der Finanzierungsrunde laut Gründerin Lepique in das Start-up Femtasy. Zeitgleich kündigen die Gründer jedoch an, dass sie ihre Firma von Köln nach Berlin verlagern wollen. Im Interview, das wir schriftlich geführt haben, verrät Gründerin Nina Julie Lepique die Hintergründe.

Könnten Sie ein bisschen genauer erklären, was gegen Köln spricht?

Lepique Wir haben uns in Köln immer sehr wohlgefühlt, gegen Köln spricht also erst mal gar nichts. Hier haben wir die Umfrage gestartet, auf dessen Basis Femtasy entwickelt wurde, hier haben wir das Unternehmen gegründet, die ersten Mitarbeitergespräche geführt und unser erstes Büro in der Kölner Südstadt bezogen. Das Rheinland wird also immer mit der Gründungsgeschichte von Femtasy verbunden sein. Nach Berlin zieht uns die räumliche Nähe zu Investoren und der Sexual-Wellness-Branche im Allgemeinen. Außerdem ist es in Berlin einfacher internationale Talente zu finden, die wir für unsere anstehende Expansion suchen. Wir pendeln bereits seit einiger Zeit zwischen der Haupt- und Domstadt hin und her und jetzt ist der richtige Zeitpunkt für den Umzug gekommen.

Und nehmen Sie Ihre 18 Mitarbeiter alle mit oder bleiben die in einem Büro in Köln?

Lepique Ein Teil des Teams arbeitet bereits jetzt aus Barcelona und ist daher nur in gewissen Abständen vor Ort in Köln. Tatsächlich haben sich aber alle „Kölner“-Vollzeitmitarbeiter dazu entschieden, mit uns umzuziehen, was ein riesiges Kompliment für ist und zeigt, wie wichtig dem Team unsere Mission ist.

Hätte es eine Möglichkeit gegeben, Sie in Köln zu halten, etwa durch eine andere Start-up-Politik?

Lepique Köln bietet Start-ups eine tolle Heimat. Die rheinische Offenheit und der einzigartige Charme bieten viele Chancen und einen guten Boden, um zu wachsen. Unser Umzug ist kein Statement gegen die Stadt. Die Umstände haben es eher so ergeben. Uns fiel die Entscheidung nicht leicht und wir werden sicher auch immer mal wieder in Köln sein – spätestens, wenn das Heimweh nach dem Dom zu sehr schmerzt!

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