1. Wirtschaft
  2. Unternehmen
  3. Start-ups

US-Konzern kauft Aachener Start-up Holobuilder für 34 Millionen Dollar

Gründer-Ticker : US-Konzern kauft Aachener Start-up Holobuilder für 34 Millionen Dollar

Fast jeden Tag gibt es spannende Nachrichten von Start-ups und Gründern aus NRW. Die wichtigsten Kurzinfos fassen wir in unserem Nachrichten-Blog für Sie zusammen.

  • 6/10/21 8:32 PM
    Holo Builder (Aachen): Die Übernahme des in Aachen gegründeten Unternehmens Holobuilder zahlt sich auch für die landeseigene Förderbank NRW.Bank aus. Holobuilder, das sich auf die Digitalisierung des Bauwesens spezialisiert hat, wurde für 34 Millionen Dollar (rund 28 Millionen Euro) von Faro Technologies übernommen, dem weltweit führenden US-Anbieter von 3D-Mess- und Bildgebungslösungen.
    Die Gründer von Holobuilder starteten ihr Start-up 2014 unter dem Namen "Bitstars" als Ausgründung der Universität RWTH Aachen. Durch eine Förderung im Rahmen des von der Bundesregierung initiierten Programms "German Accelerator" konnte das Team 2015 in die USA gehen und einen zusätzlichen Standort im kalifornischen Palo Alto beziehen. Dieser ist inzwischen auch der offizielle Firmensitz des Unternehmens, das weiterhin eine Dependance in Aachen hat. Dort findet offenbar auch der Großteil der Forschungs- und Entwicklungsarbeit statt. Das Start-up hat eine Software entwickelt, mit der man den Fortschritt auf Baustellen mit handelsüblichen 360-Grad-Kameras digital erfassen und anschließend verwalten kann.
    Die NRW.Bank hat sich im Januar 2019 bei Holobuilder über ihren Venture-Fonds beteiligt, die Anteile aber nun nach nur zwei Jahren verkauft. Das ist vergleichsweise kurz, in der Regel hält die Bank die Anteile länger. Dennoch hat sich die Investition gelohnt, der Wert der Firma hat sich innerhalb dieser Zeit deutlich gesteigert. Die Anteile konnten daher mit deutlichem Aufschlag verkauft werden.
  • 5/28/21 11:05 AM
    Bayer (Leverkusen): Der Pharmakonzern beteiligt sich am Berliner Start-up Ada Health. Die Serie-B-Finanzierungsrunde mit einem Volumen von 90 Millionen US-Dollar wurde von Leaps by Bayer, der Impact-Investment-Einheit des Konzerns, angeführt. Neben den Leverkusenern investierten unter anderem der südkoreanische Technologiekonzern Samsung über seinen Samsung Catalyst Fund. Das Start-up Ada Health wurde 2011 gegründet und hat einen digitalen Assistenten entwickelt, der Nutzern dabei hilft, ihre Beschwerden einzuschätzen. Laut eigenen Angaben hat das Start-up inzwischen mehr als elf Millionen Nutzer. Mehr als 23 Millionen Gesundheitsanalysen wurden laut Internetseite durchgeführt. Ada kooperiert dabei unter anderem mit Krankenkassen und Unternehmen, die die Lösung der Berliner einsetzen. Laut Bayer-Angaben laufen aktuell auch Gespräche über eine mögliche längerfristige strategische Partnerschaft beider Unternehmen. Die Technologie von Ada soll dazu beitragen, dass Menschen schneller wissen, was ihnen fehlt - also nicht erst darauf hoffen müssen, einen Arzttermin zu bekommen, bei dem sie dann eine Diagnose bekommen. "Wir sind stolz, Investoren an Bord zu haben, die von Adas Technologie überzeugt sind und mit uns gemeinsam den Zugang zur Gesundheitsversorgung neu gestalten möchten“, wird Daniel Nathrath, Co-Gründer von Ada Health, in einer Pressemitteilung zitiert. Bayer hat über Leaps bereits in rund 30 Unternehmen investiert.

  • 5/21/21 2:17 PM
    Chronext (Köln): Der Kölner Luxusuhren-Händler Chronext bereitet Insidern zufolge einen Börsengang vor. Die Transaktion dürfte im September an der Schweizer Börse über die Bühne gehen, wie mit der Sache vertraute Personen zur Nachrichtenagentur Reuters sagten. Bei günstigen Marktbedingungen könnte der Börsengang aber auf Juli vorgezogen werden. Das Unternehmen, das über eine Online-Plattform gebrauchte und neue Uhren von Marken wie Rolex, Omega, Breitling oder Patek Philippe verkauft, könnte den Experten zufolge auf einen Wert von bis zu einer Milliarde Euro kommen.
    Chronext, das in Köln gegründet wurde, seinen Firmensitz aber in die Schweiz verlegt hat, erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von über 100 Millionen Euro. Im Kernmarkt Deutschland wuchs das Geschäft dabei um 25 Prozent. Bei der Bewertung orientierten sich die Anlegern an dem für 2022 und 2023 erwarteten Umsatz, erklärten die Insider. Wenn das gegenwärtig Wachstumstempo anhalte, könnte der Umsatz im Jahr 2023 die Schwelle von 200 Millionen Euro übertreffen, sagte eine der Personen.
    Die 2013 gegründete Firma beschäftigt rund 130 Mitarbeiter. Zu den größeren Konkurrenten gehören die Richemont-Tochter Watchfinder sowie Chrono24, die Insidern zufolge ebenfalls einen Börsengang ins Visier nimmt. An Chronext halten neben den Gründern auch Finanzinvestoren wie Slingshot Ventures, TEV Ventures und Octopus Ventures sowie die Förderbank NRW.Bank Anteile. Mit der Organisation des Börsengangs sind unter anderem UBS und Bank of America beauftragt worden. Zudem fungiert Evercore als sogenannter IPO-Berater. (Reuters)
  • 5/6/21 6:43 PM
    Metalshub (Düsseldorf): Risikokapitalgeber investieren rund neun Millionen Euro (elf Millionen US-Dollar) in die Düsseldorfer Handelsplattform Metalshub. Angeführt wurde die Runde von Acton Capital, auch die bestehenden Investoren Point Nine, Chromo Invest und mehrere Business Angels beteiligten sich. Mit dem Kapital will Metalshub weltweit expandieren. Metalshub wurde 2016 von Sebastian Kreft und Frank Jackel gegründet. Seit Dezember 2017 können Unternehmen Rohstoffe der Metallindustrie über den Online-Marktplatz handeln. Zu den Kunden gehören unter anderem Outokumpu, Saarstahl oder Dillinger. "Die digitale Akzeptanz in der Metallindustrie hat in den letzten zwölf Monaten massiv zugenommen", sagt Sebastian Kreft: "2020 hat unsere Erwartungen daher deutlich übertroffen. Mit dem frischen Kapital wollen wir dieses starke Momentum nutzen, um Metalshub über Europa hinaus zu etablieren. Wir gehen davon aus, dass wir bis Ende 2021 unseren nächsten großen Meilenstein von einer Milliarde US-Dollar Gesamtumsatz erreichen werden."
  • 4/29/21 2:00 PM
    Userlike (Köln): Das schwedische Unternehmen Lime Technologies übernimmt das Kölner Software-Unternehmen Userlike. Dies gaben die Unternehmen am Donnerstag bekannt. Der Kaufpreis soll 19,8 Millionen Euro betragen. Diese Summe ist laut einer Mitteilung von Lime vorläufig und kann sich aufgrund verschiedener Faktoren noch erhöhen. Userlike soll allerdings weiterhin als eigenständiges Unternehmen unter dem Dach der schwedischen Lime-Gruppe agieren.
    Das Kölner Start-up hat eine Software zur Kommunikation entwickelt, mit der Unternehmen über verschiedene Kanäle mit ihren Kunden kommunizieren können – während beim Unternehmen die Nachrichten zentral in einem System einlaufen. Dabei werden neben klassischen Kanälen wie E-Mail auch immer mehr Messenger wie Whatsapp oder Telegram eingebunden. Zu den rund 2000 Kunden der Kölner zählen Großkonzerne wie der Versicherer Allianz, die Fluglinie Lufthansa oder die Autohersteller Porsche und BMW. Userlike blicke auf eine beeindruckende Entwicklung zurück, sagte Lime-Chef Erik Syrén. Das Wachstum habe seit 2014 bei rund 30 Prozent pro Jahr gelegen.
    Userlike wurde 2011 von Timoor Taufig und David Voswinkel gegründet, die bis zuletzt mehr als 90 Prozent der Firmenanteile hielten. Das Unternehmen beschäftigte zuletzt laut Timoor Taufig rund 40 Mitarbeiter, der Umsatz soll im vergangenen Jahr bei rund drei Millionen Euro gelegen haben. Noch vor einigen Monaten hatte der Gründer gesagt, man habe bewusst auf Wagniskapital verzichtet, um die volle Kontrolle beim langfristigen Aufbau eines Unternehmens zu haben. Nun sagt Timoor Taufig: „Die Integration in eine international erfolgreiche Unternehmensgruppe wird uns dabei helfen, unsere Software schneller weiterzuentwickeln, als Unternehmen stärker zu wachsen und langfristige Visionen zu verwirklichen.“
  • 4/15/21 9:42 PM
    Crealize (Essen): FitX-Gründer Jacob Fatih will mit seiner Unternehmensschmiede Crealize in Essen ein neues Gründerzentrum bauen. Dieses soll bis Jahresende auf einem 9600 Quadratmeter großen, ehemaligen Industriegelände im Stadtteil Westend entstehen. Neben Arbeitsplätzen und Büros in einem Co-Working-Space soll es unter anderem auch ein rund 400 Quadratmeter großes Fitnessstudio geben. Kleinere und größere Hallen sollen selbst Handwerk ermöglichen. Crealize wurde 2015 von Jacob Fatih und David Ewald gegründet mit dem Ziel, andere Menschen bei Gründungen zu unterstützen. Bis zu 1000 Unternehmen will Crealize so langfristig aufbauen - für einige von ihnen könnte der geplante Campus eine neue Heimat werden. Das Unternehmen ist dabei besonders im Fitness- und Lifestyle-Sektor unterwegs. So gehört unter anderem der bei Basketballern beliebte Modehändler Kickz zu Crealize.
  • 3/24/21 9:05 PM
    Borussia Dortmund (Dortmund): Der Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund investiert in Onefootball. Dies gab das Berliner Start-up am Mittwoch bekannt. Neben dem BVB investierte auch der Deutsche Fußball-Verband. Onefootball will die weltweit größte Fußball-Plattform aufbauen. Über die App des Unternehmens können sich Fußball-Fans mit allen Nachrichten ihres Lieblingsvereins versorgen lassen. Borussia Dortmund ist dabei nicht der erste Verein, der sich an Onefootball beteiligt. Auch andere Branchengrößen wie der FC Bayern München, Arsenal London, Paris St. Germain oder Olympique Marseille sind bereits investiert und halten zwischen 0,26 und 0,94 Prozent der Anteile. Wie hoch der Anteil von Borussia Dortmund ist, ist im Handelsregister bisher nicht ersichtlich. Es dürfte sich jedoch um eine ähnliche Größenordnung handeln.
    Onefootball wurde 2008 von Lucas von Cranach in Bochum gegründet, der Firmensitz wurde allerdings bereits 2010 nach Berlin verlegt. Die App erreicht laut eigenen Angaben 85 Millionen Menschen und ist damit die größte Fußball-App der Welt. Doch bislang gibt es große Probleme, trotz dieser Größe nennenswerte Umsätze zu erzielen. 2019 lagen diese mit rund 11,5 Millionen Euro nur knapp 0,8 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Wichtigste Einnahmequelle des Unternehmens ist Werbung in der App. Gleichzeitig fiel ein Verlust von rund 13,3 Millionen Euro an. Die Verluste stiegen im Vergleich zum Vorjahr stärker als die Umsätze.
  • 3/19/21 1:00 PM
    NRWalley (Düsseldorf): Der Start-up-Verband NRWalley hat drei neue Regionalsprecher gewonnen. Diese sollen künftig in den jeweiligen Regionen Ansprechpartner für Start-ups sein und gleichzeitig den Verband vor Ort repräsentieren. Dabei vertritt Torben Feil künftig die Region Südwestfalen. Feil ist hauptberuflich Gründer und Geschäftsführer des Unternehmerverlags Südwestfalen, der ein Magazin herausbringt und verschiedene Events organisiert. Das Bergische Land wird künftig von Roland Voß und Tobias Szarowicz vertreten. Voß ist Gründer von "Sportsforcharity", Szarowicz hat in der Vergangenheit unter anderem für den Bundesverband Deutsche Startups gearbeitet. Der Verein sucht darüber hinaus aktuell auch nach einem Geschäftsführer, der sich hauptamtlich um die Belange des Vereins kümmert. Bislang leisten Ehrenamtler den Großteil der Vereinsarbeit. NRWalley wurde vor rund einem Jahr als eigenständiger Verein gegründet, nachdem man zuvor die Landesgeschäftsstelle des Bundesverbands Deutsche Startups war.
  • 3/11/21 10:57 PM
    Swarm Tech Industries/Teils_mit_X/El Visar (Mönchengladbach): Drei Start-ups werden demnächst in Mönchengladbach zwei Gründer-WGs beziehen. Die drei Jung-Unternehmen hatten sich um das Starterkit beworben, dass nach 2019 zum zweiten Mal in Mönchengladbach ausgeschrieben worden war. Dabei können Gründer ein Jahr lang kostenlos in einer Wohnung im Stadtteil Rheydt wohnen und erhalten zusätzlich ein Mentoring-Programm, mit dem sie beim Aufbau ihres Unternehmens unterstützt werden sollen. Das Starterkit wird unter anderem von der Wirtschaftsförderung WFMG und dem Verein NextMG vergeben. Eine Jury kürte am Mittwoch die drei Sieger, nachdem sich zuvor knapp zehn Start-ups beworben hatten.
    Yusuf Ismail will mit seinem Start-up Swarm Tech Industries Schwarmintelligenz auf Drohnenroboter übertragen, um damit beispielsweise die vorausschauende Wartung für Industrieanlagen zu ermöglichen. Kristina Mituzaite und Viktor Yotov wiederum wollen mit Teils_mit_X eine Art Online-Bibliothek aufbauen, durch die ungenutzte Gegenstände für kleines Geld in der Nachbarschaft oder etwa unter Studierenden verliehen werden können. Elvira Sakiri arbeitet hingegen an einem physischen Produkt: Sie will mit El Visar eine intelligente Handtasche auf den Markt bringen - inklusive Ortungsfunktion und Diebstahlschutz.
    Um das Starterkit konnten sich Start-ups bewerben, die sich in der Gründungsphase befinden und planen, mit ihrem Produkt oder Service innerhalb von zwölf Monaten im Markt zu starten. Der Wettbewerb wurde 2019 das erste Mal ausgeschrieben. Damals gewann das Start-up Eeden, das an einem Recyclingverfahren für Textilien arbeitet.
  • 2/26/21 1:39 PM
    e.Go Mobile (Aachen): Die Produktion des Elektroautos e.Go Life soll im Juni 2021 in Aachen wieder anlaufen. Das gab das Unternehmen Next.e.Go Mobile am Donnerstag bekannt. Helfen soll dabei eine Finanzierungsrunde (Series B) von mehr als 30 Millionen Euro, an der sich unter anderem der Hollywood-Schauspieler Edward Norton beteiligte. Der Schauspieler setze sich schon seit mehreren Jahren für erneuerbare Energien sowie für die Reduzierung von CO2 ein, heißt es in der Pressemitteilung. Darüber hinaus investierte unter anderem der US-Risikokapitalgeber Moore Strategic Ventures, der in der Vergangenheit unter anderem beim Bildbearbeitungs-Software-Anbieter Luminar beteiligt war.
    Der Elektroauto-Hersteller e.Go war 2020 musste 2020 Insolvenz anmelden, nahm dann aber mit neuem Investor unter dem Namen Next e.Go Mobile den Betrieb wieder auf. Die Mitarbeiter, heißt es in der aktuellen Mitteilung, sollen nun nach und nach aus der Kurzarbeit zurückkehren. Geplant ist zunächst eine auf 1000 Stück limitierte Sonderedition des Kleinwagens e.Go Life.
Tickaroo Live Blog Software
(frin)