Sophia Thomalla investiert in Baustoff-Start-up aus Gütersloh

Gründer-Ticker : Sophia Thomalla investiert in Baustoff-Start-up aus Gütersloh

Fast jeden Tag gibt es spannende Nachrichten von Start-ups und Gründern aus NRW. Die wichtigsten Kurzinfos fassen wir in unserem Nachrichten-Blog für Sie zusammen.

  • 11/21/19 9:36 AM
    Schüttflix (Gütersloh): Auf Instagram lässt Sophia Thomalla ihre 1,1 Millionen Abonnenten gerne an ihrem Leben teilnehmen: Mal sieht man sie im Bikini am Pool, mal im Bikini am Strand oder in Abendgarderobe bei einer Veranstaltung. In dieser Woche zeigte sie sich mit Baggern in einer Baugrube. Es war die Bekanntgabe ihres ersten Investments in ein Start-up: Schüttflix aus Gütersloh. Sie soll laut FAZ einen hohen sechsstelligen Betrag in die Logistikplattform investiert haben, über die man per App Kies und Sand bestellen kann. Im Handelsregister ist die Veränderung noch nicht eingetragen.
    Das Start-up wurde im Juni 2018 von Christian Hülsewig und Thomas Hagedorn gegründet, im Januar 2019 wurde die App veröffentlicht. Seit dem Start hat das Start-up nach eigenen Angaben bereits mehr als eine Million Euro Umsatz erzielt. Die durchschnittliche monatliche Wachstumsrate soll bei mehr als 50 Prozent liegen. Mit Schüttflix sollen Kunden aus der Baubranche deutlich schneller an die benötigten Waren kommen. "Der Markt für Schüttgut in Deutschland verfügt über ein deutlich größeres Volumen als beispielsweise der Taxi- oder Fernbusmarkt, wo derzeit digitale Player das Geschäftsmodell revolutionieren", wird Christian Hülsewig in der Pressemitteilung zitiert. Momentan konzentriert sich Schüttflix nur auf NRW, wo man bereits nach eigenen Angaben flächendeckend liefern kann. Bis Ende 2020 soll jede Baustelle in Deutschland beliefert werden können.
    Sophia Thomalla wurde eigentlich nur als Werbegesicht angefragt, wird künftig aber neben ihrer Rolle als Gesellschafterin auch als Markenbotschafterin auftreten.
    • Thomas Hagedorn, Christian Hülsewig und Sophia Thomalla (v.l.) sind die Köpfe hinter Schüttflix. Schüttflix Thomas Hagedorn, Christian Hülsewig und Sophia Thomalla (v.l.) sind die Köpfe hinter Schüttflix.
  • 11/18/19 7:00 PM
    Peek&Cloppenburg/Stylebop (Düsseldorf/München): Die Düsseldorfer Modehaus-Kette Peek & Cloppenburg erweitert das eigene Angebot um einen Online-Shop für Luxus-Mode. Dazu übernimmt die Tochter FashionID, die für Peek&Cloppenburg in den vergangenen Jahren das Online-Geschäft aufgebaut hat, die Domains und Marken der Stylebop GmbH aus München. Diese hatte im August Insolvenz anmelden müssen. Der 2004 gegründete Mode-Shop hatte in den vergangenen Jahren hohe Verluste gemacht, allein in den Jahren 2016 bzw. 2017 lag das Minus laut Bundesanzeiger bei rund 7,8 bzw. 8,9 Millionen Euro.
    Bei FashionID glaubt man jedoch an das Potenzial der Marke. Stylebop stehe für hochwertige Premiummode, sagt Fashion-ID-Geschäftsführer Nicolay Merkt: "Unser Ziel ist es, uns nun auch im Luxusbereich breit aufzustellen und uns in diesem Segment neue Kundengruppen zu erschließen.“
    Zunächst soll dazu das Geschäft in Deutschland wieder aufgenommen werden, teilte das Unternehmen mit. Allerdings ist auch eine Ausweitung auf Österreich und die Schweiz geplant. Langfristig sei auch eine noch stärkere Internationalisierung denkbar.
    Der Markt für Luxusmode ist hart umkämpft. Stylebop, das Mode von Philipp Plein, Karl Lagerfeld oder auch Burberry verkauft, konkurriert unter anderem mit Plattformen wie Farfetch, Mytheresa oder Net-a-porter.
  • 11/15/19 3:26 PM
    Vodafone/Grandcentrix (Düsseldorf/Köln): Die Nachricht dürfte bei der am Abend stattfindenden Weihnachtsfeier von Grandcentrix das beherrschende Thema sein: Das Unternehmen soll von Vodafone übernommen werden.
    Seit 2009 arbeitet Grandcentrix daran, Gegenstände zu digitalisieren. Mit Hilfe ihrer Technik konnten die Tonieboxen aus Düsseldorf die Kinderzimmer der Republik erobern, auch Mittelständler wie Miele, Viessmann oder Leica setzten auf die Fähigkeiten der Kölner, um ihre Produkte in das Internet der Dinge (Internet of things, kurz: IoT) zu bringen. Selbst eine Panne wie jene 2014, als Grandcentrix für die ARD eine Quizduell-App programmierte, die ausgerechnet beim Prominenten-Special der Sendung streikte, schadeten dem Ruf der Firma offenbar nicht.
    Im Gegenteil: Die Leistungen der Kölner, die einen zweistelligen Millionenumsatz erwirtschaften dürften, blieben auch Vodafone nicht verborgen. Der Düsseldorfer Mobilfunkanbieter gab am Freitag bekannt, die 2009 gegründete Firma mit ihren rund 150 Mitarbeitern übernehmen zu wollen. „Mit der Übernahme wollen wir unsere Geschäftskunden noch besser entlang der gesamten IoT-Wertschöpfungskette begleiten", sagt Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter. An den bestehenden Firmensitzen von Grandcentrix in Köln und Dortmund (wo Grandcentrix gegründet wurde) soll sich nichts ändern. Auch die beiden Gründer Ralf Rottmann und Martin Willnow sollen langfristig an Bord bleiben. Wenn die Kartellbehörden der Übernahme zustimmen, soll der Zusammenschluss der Unternehmen bereits zum 1. Januar 2020 erfolgen.
    Die Übernahme ist auch ein Erfolg für den Bonner Hightech-Gründerfonds, der knapp ein Jahr nach der Gründung bei Grandcentrix einstieg und zuletzt knapp 25 Prozent am Unternehmen hielt. Zum Kaufpreis machten die Parteien keine Angaben.
  • 11/8/19 12:38 PM
    Vorwerk Ventures (Wuppertal): Der bayerische E-Bike-Händler Rebike1 bekommt frisches Kapital aus NRW. Nach Informationen von "Gründerszene" haben die Risikokapitalgeber Vorwerk Ventures (Wuppertal) und STS Ventures (Köln) gemeinsam mit Business Angels einen mittleren einstelligen Millionenbetrag investiert. Das Start-up Rebike1 mit Sitz in Krailling bei München vermietet und verkauft Elektrofahrräder, zum Beispiel aus Rest- oder ehemaligen Vorführbeständen. Der Handel wird über die gleichnamige Online-Plattform abgewickelt. Der Verleih erfolgt über eine separate Internetseite, auf der man E-Bikes für drei, sechs oder zwölf Monate mieten und anschließend an einer Abholstation in Empfang nehmen kann. In NRW gibt es bislang zwei solcher Stationen in Köln und in Essen.
  • 11/7/19 2:00 PM
    Aixbrain/QSC (Aachen/Köln): Das Aachener KI-Start-up Aixbrain hat einen neuen Investor. Das Kölner Unternehmen QSC hat 25,1 Prozent der Anteile erworben und sich zudem die Möglichkeit gesichert, die Mehrheit an der Hochschul-Ausgründung zu übernehmen. Das teilte QSC mit. Details zum Kaufpreis wurden nicht genannt.
    Die Idee zu Aixbrain entstand am Institut für Theoretische Informationstechnik der RWTH Aachen. Seit der Ausgründung entwickelt das Start-up Software für das produzierende Gewerbe, bei der auch auch Künstliche Intelligenz eingesetzt wird. Ziel ist laut der Pressemitteilung von QSC die Entwicklung einer selbstlernenden Software, die die Komplexität industrieller Prozesse digital beherrschbar macht und maximal flexibel gestaltet. Schon heute werde Aixbrain von Unternehmen der Metallindustrie und dem Automotive-Bereich eingesetzt, heißt es.
    Aixbrain-Geschäftsführer Alexander Engels hofft, dass der Einstieg von QSC den Aachenern dank der Vertriebskompetenz neue Wachstumschancen ermöglicht. QSC beschäftigt rund 900 Mitarbeiter und ist ein börsennotierter Technologieberater und -anbieter, der im Jahr 2018 rund 360 Millionen Euro Umsatz gemacht hat. Unter dem Strich blieb dabei ein Gewinn von knapp 3,3 Millionen Euro. An der Börse sind die Kölner knapp 150 Millionen Euro wert. Anleger sahen das Unternehmen zuletzt eher kritisch, an der Börse verlor QSC in den vergangenen drei Jahren mehr als 30 Prozent seines Wertes.
    Aixbrain soll nun für weiteres Wachstum sorgen. Mit knapp 30 Prozent der Anteile ist Aixbrain-Geschäftsführer Alexander Engels über sein Unternehmen Solopex dort momentan größter Anteilseigner, sein Geschäftspartner Rudolph Mathar hält über die TNC Telecommunication Network Consulting noch knapp 26 Prozent, knapp 19 Prozent hält das Unternehmen Comvello.
  • 10/31/19 9:46 AM
    Einhundert Energie (Köln): Das Start-up Einhundert Energie hat von drei Investoren insgesamt eine Million Euro für eine Erhöhung des Eigenkapitals eingesammelt. Zu den Investoren gehören der auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Mainzer Risikokapitalgeber Wi-Venture, die auf Energieverbrauchsabrechnungen spezialisierte Minol Zenner Gruppe und der auf den Immobilienbereich spezialisierte Berliner Risikokapitalgeber Highrise Ventures. Das teilte das Start-up in einer Pressemitteilung mit. In einer früheren Phase hatte unter anderem bereits die landeseigene Förderbank NRW.Bank investiert.

    Die neuen Investoren spiegeln gut das Ziel von Einhundert Energie wieder. Das Start-up von Ernesto Garnier und Markus Reinhold pachtet Dachflächen auf Mehrfamilienhäusern und installiert dort Photovoltaik-Anlagen. Die Mieter wiederum sollen dank digitaler Technik (Smart Meter) eine monatliche Abrechnung bekommen, bei der sie nur genau ihren Verbrauch bezahlen müssen. Aktuell hat das 2017 gegründete Kölner Start-up nach eigenen Angaben eine vierstellige Zahl von Endkunden.
  • 10/31/19 7:50 AM
    Capnamic/HTGF (Köln/Bonn): Viel zu wenige Gründer sind weiblich - das hört man immer wieder. Gleichzeitig gilt aber auch: Bei den Investoren sind die Verhältnisse kaum besser, im Gegenteil. Auch dort sind Frauen in der Minderheit. Umso positiver sind zwei Meldungen, aus Köln und Bonn. Beim Risikokapitalgeber Capnamic steigt Dorothea Gotthardt als Venture Analyst am Berliner Standort ein, beim Hightech-Gründerfonds (HTGF) aus Bonn wird Tanja Emmerling sogar zur Partnerin ernannt. Sie leitet seit März 2018 das Berliner Büro.
    Beim HTGF ist Emmerling damit der dritte weibliche von insgesamt (laut Internetseite) neun Partnern, während Gotthardt bei Capnamic die erste weibliche Analystin ist.

  • 10/21/19 10:00 AM
    Taskrabbit (Rhein/Ruhr): Bislang gab es den Marktplatz für Haus- und Heimwerkerarbeiten nur in den USA, Großbritannien, Kanada und Frankreich. Nun kommt das Start-up, das 2017 vom Möbelriesen Ikea aufgekauft wurde, auch nach Deutschland. In Berlin und der Rhein-Ruhr-Region sollen Kunden künftig für kleinere Hilfsarbeiten sogenannte "Tasker" über die Plattform beauftragen können - etwa für den Aufbau eines Ikea-Regals. Bis Ende 2020 soll das Angebot dann auch auf Frankfurt, München, Hamburg und Stuttgart ausgeweitet werden. "Ob Möbel aufbauen oder Fernseher montieren, umziehen, reparieren oder gärtnern, wir freuen uns, Taskrabbit bald in Deutschland anbieten zu können", wird Stacy Brown-Philpot, Chefin von Taskrabbit in der Pressemitteilung zum Start zitiert.

    Ab November sollen Kunden in NRW per App oder über die Internet-Plattform in den Städten Bochum, Köln, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Krefeld, Mönchengladbach, Oberhausen, Wuppertal und Umgebung Hilfskräfte bei Taskrabbit buchen können. Diese wiederum können ihre Dienste über die Plattform anbieten. Das Modell funktioniert damit ähnlich wie bei anderen Plattformen, bei denen Menschen Dienstleistungen erbringen, aber nicht angestellt sind, sondern als selbstständige Unternehmer agieren - mit allen Vor-, aber natürlich auch Nachteilen.
  • 10/16/19 5:30 PM
    Henkel/Saperatec (Düsseldorf/Bielefeld): Henkel beteiligt sich an dem Recycling-Start-up Saperatec aus Bielefeld. Das gab der Düsseldorfer Dax-Konzern am Mittwoch bekannt. Die beiden Unternehmen arbeiten demnach bereits seit zwei Jahren zusammen.
    Das Start-up hat laut Henkel eine neuartige patentierte Technologie entwickelt, mit der unter anderem aluminiumhaltige flexible Verbundverpackungen getrennt und wiederverwertet werden können. "Die Technologie von Saperatec bietet erstmalig das Potenzial für eine effiziente Wiederverwertbarkeit von flexiblen Aluminiumverbundverpackungen“, sagt Paolo Bavaj, der bei Henkel im Bereich Adhesive Technologies den Venture-Bereich verantwortet. Mit Abschluss der Finanzierungsrunde will Saperatec den Bau seiner ersten Produktionsanlage in Europa starten. Bislang gab es nur eine Pilotanlage. Über die Höhe des Investments wurde nichts bekannt.


  • 10/15/19 3:43 PM
    Abalos Therapeutics (Essen): Zwölf Millionen Euro - so eine Summe erlebt man in einer Series-A-Finanzierungsrunde auch nicht täglich. Doch offenbar sind die Investoren vom Potenzial des Essener Start-ups Abalos Therapeutics so sehr überzeugt, dass sie auch zu einem relativ frühen Zeitpunkt schon eine Solche Summe an Kapital bereitstellen. Das Unternehmen hat sich laut Pressemitteilung auf die virusbasierte Immuntherapien gegen Krebserkrankungen spezialisiert. Langfristig soll damit Krebs besser behandelt werden können, so die Hoffnung. „Mit Hilfe dieses Therapieansatzes, der in den Unikliniken Düsseldorf und Essen entwickelt wurde, wird nicht nur den Primärtumor, sondern auch entferntere Metastasen angegriffen", sagt Aristotelis Nastos, Geschäftsführer des Gründerfonds Ruhr.

    Der Gründerfonds Ruhr, der von der landeseigenen Förderbank NRW.Bank und dem Initiativkreis Ruhr initiiert wurde, ist genauso wie der Hightech-Gründerfonds an der Finanzierungsrunde beteiligt. Diese wurde angeführt vom Boehringer Ingelheim Venture Fund und der NRW.Bank. Mit dem Geld soll die Forschung des Unternehmens klinisch validiert werden.
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