So funktioniert der neue Accelerator des Kölner Start-ups Fond of

Kölner Start-up Fond of : So funktioniert der neue Accelerator der Ergobag-Erfinder

Mit der Rucksack-Marke Ergobag hat das Kölner Start-up die Grundschulen der Republik erobert. Nun wollen die Macher anderen Gründern mit ihren Erfahrungen in einem neuen Programm helfen.

Mit ihren Schulrucksäcken haben die Gründer von Fond of in den vergangenen Jahren wahrscheinlich jede Grundschule in Deutschland erobert. Die Marke Ergobag, unter der die bunten Rucksäcke vertrieben werden, hat Platzhirschen wie Scout einige Marktanteile abgejagt. In diesem Jahr soll der Umsatz erstmals die Marke von 100 Millionen Euro knacken.

Gemeinsam mit Partnern wollen die Fond-of-Gründer Oliver Steinki, Florian Michajlezko und Sven-Oliver Pink ihr Wissen nun im Rahmen eines in Eigenregie entwickelten Accelerator-Programms an andere Start-ups weitergeben. Das Programm namens Xdeck soll in dem futuristischen Campus „The Ship“ angesiedelt werden, der momentan in Köln-Ehrenfeld entsteht und Anfang 2020 eröffnen soll. Auch Fond of wird in das Gebäude umziehen, dessen Initiatoren und Bauherren die drei Gründer selbst sind.

Xdeck soll ein Programm von Gründern für Gründer sein

Aus Sicht der Macher ist das Programm von Xdeck einzigartig in Deutschland, weil es unter anderem von Gründern für Gründer entwickelt wurde. „Wir sind selbst Unternehmer und wissen, was andere Gründer brauchen, um erfolgreiche Start-ups zu entwickeln“, sagt Nils Eiteneyer, Geschäftsführer des Xdeck.

Das Programm wird auch von verschiedenen weiteren Partnern unterstützt, wie dem Bonner Risikokapitalinvestor Hightech-Gründerfonds, der Unternehmensberatung McKinsey und der Wirtschaftskanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek. Außerdem arbeitet das Team nach eigenen Angaben mit verschiedenen Hochschulen aus der Region sowie dem Pirate Summit zusammen, der wichtigsten Kölner Start-up-Konferenz.

Bewerbungen für die erste Runde sind bis Januar möglich

Anders als bei einigen anderen Accelerator-Programmen müssen Gründer laut Eiteneyer keine Firmenanteile abgeben, um am Programm teilnehmen zu können. Xdeck sei eine Non-Profit-Initiative, so Eiteneyer. Gründer können sogar auf bis zu 20.000 Euro hoffen, um den Umzug ihres Start-ups nach Köln zu finanzieren. Büroflächen soll es für die Teams während des sechsmonatigen Programms in „The Ship“ geben. Während in den ersten vier Monaten am Produkt gearbeitet werden soll, um es zur Marktreife zu bringen, geht es in der zweiten Phase darum, die Idee vor Investoren zu präsentieren und die Skalierung anzustoßen.

Das Programm richtet sich an Start-ups aus ganz Europa, die in den Bereichen Konsumgüter, Handel oder Digitalisierung aktiv sind. Mindestvoraussetzung für eine Teilnahme ist ein Prototyp sowie erste Erfahrungen (Umsätze, Nutzungszahlen) mit Kunden bzw. Pilotkunden gewonnen haben.

Bewerbungen für die erste Runde des Programms sind bis Ende Januar möglich. Alle Infos gibt es unter www.xdeck.de

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