NRW-Startup News: Cognigy aus Düsseldorf bekommt 5,5 Millionen Euro von Investoren

Gründer-Ticker : KI-Start-up Cognigy sammelt 5,5 Millionen Euro ein

Fast jeden Tag gibt es spannende Nachrichten von Start-ups und Gründern aus NRW. Die wichtigsten Kurzinfos fassen wir in unserem Nachrichten-Blog für Sie zusammen.

  • 11/26/19 9:00 PM
    Cognigy (Düsseldorf): Das Start-up hat von Investoren sechs Millionen US-Dollar (5,5 Millionen Euro) an frischem Kapital eingesammelt. Cognigy hat eine Software entwickelt, mit der Unternehmen Kundenanfragen automatisiert beantworten können - egal ob in Form von Textnachrichten durch einen Chatbot oder gesprochen durch einen Sprachassistenten.
    Mit dem Geld wollen die Gründer Philipp Heltewig und Sascha Poggemann nach eigenen Angaben die Expansion in Europa, Asien und den USA beschleunigen. Das Unternehmen hat bereits einen Standort in San Francisco aufgebaut. Außerdem sollen in Düsseldorf auch mehr Experten für Künstliche Intelligenz und Entwickler angestellt werden.
    „Das Rheinland bietet Enterprise-Unternehmen optimale Bedingungen“, sagt Sascha Poggemann, der Cognigy zusammen mit seinem Geschäftspartner anderhalb Jahre lang im Co-Working-Space Startplatz aufgebaut hat. „Es gibt vor Ort nicht nur exzellent ausgebildete Software-Entwickler", sagt Poggemann: "Auch viele unserer Kunden sind hier ansässig – ebenso wie zahlreiche Beratungsunternehmen. Darum war und ist es für uns keine Option, unsere Software im Ausland zu entwickeln.“ Zu den Kunden von Cognigy gehören unter anderem der Tüv Rheinland und der Düsseldorfer Versicherer Arag sowie die Dax-Konzerne Henkel und Daimler. Das Geld kommt von den Risikokapitalgebern DN Capital, Nordic Makers und Inventures.
  • 11/26/19 6:28 PM
    Verena Pausder (Bielefeld): Gründerin Verena Pausder verlässt Haba Digital und gibt zum Jahresende die Geschäftsführung des Vermittlers von digitaler Bildung ab. Pausder wird dem Unternehmen in Zukunft zwar als Mitglied des Beirats erhalten bleiben, gibt laut einer Pressemitteilung jedoch auch ihre Firmenanteile ab. Zum Kaufpreis machte der Spielwarenhersteller Haba keine Angaben.
    Die Haba Digitalwerkstatt soll Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren das Thema Digitalisierung näherbringen. In Kursen können die Kinder Roboter bauen, Spiele programmieren oder Animationsfilme drehen. Die erste Digitalwerkstatt wurde 2016 in Berlin eröffnet, heute gibt es deutschlandweit zehn Standorte. In NRW erhielt das Unternehmen den Auftrag, mit einem Digitalbus Station an Schulen zu machen.
    Pausder, die aus der Bielefelder Textilunternehmerfamilie Delius stammt, gründete bereits 2012 gemeinsam mit Moritz Hohl den Kinder-App-Entwickler Fox & Sheep. Das Start-up ging nach der Übernahme, angeblich für einen zweistelligen Millionenbetrag, in Haba Digital auf.
  • 11/26/19 5:43 PM
    Coup (Berlin): Diese Nachricht ist es wert, einmal NRW zu verlassen und den Blick nach Berlin zu werfen: Die Mietroller von Coup in Berlin sind Vorreiter und Pioniere der Shared Mobility gewesen. Nun stellt der Anbieter wegen zu hoher Kosten seinen Betrieb ein. Unter anderem der Düsseldorfer Anbieter eddy dürfte das mit Sorge sehen.
  • 11/21/19 9:36 AM
    Schüttflix (Gütersloh): Auf Instagram lässt Sophia Thomalla ihre 1,1 Millionen Abonnenten gerne an ihrem Leben teilnehmen: Mal sieht man sie im Bikini am Pool, mal im Bikini am Strand oder in Abendgarderobe bei einer Veranstaltung. In dieser Woche zeigte sie sich mit Baggern in einer Baugrube. Es war die Bekanntgabe ihres ersten Investments in ein Start-up: Schüttflix aus Gütersloh. Sie soll laut FAZ einen hohen sechsstelligen Betrag in die Logistikplattform investiert haben, über die man per App Kies und Sand bestellen kann. Im Handelsregister ist die Veränderung noch nicht eingetragen.
    Das Start-up wurde im Juni 2018 von Christian Hülsewig und Thomas Hagedorn gegründet, im Januar 2019 wurde die App veröffentlicht. Seit dem Start hat das Start-up nach eigenen Angaben bereits mehr als eine Million Euro Umsatz erzielt. Die durchschnittliche monatliche Wachstumsrate soll bei mehr als 50 Prozent liegen. Mit Schüttflix sollen Kunden aus der Baubranche deutlich schneller an die benötigten Waren kommen. "Der Markt für Schüttgut in Deutschland verfügt über ein deutlich größeres Volumen als beispielsweise der Taxi- oder Fernbusmarkt, wo derzeit digitale Player das Geschäftsmodell revolutionieren", wird Christian Hülsewig in der Pressemitteilung zitiert. Momentan konzentriert sich Schüttflix nur auf NRW, wo man bereits nach eigenen Angaben flächendeckend liefern kann. Bis Ende 2020 soll jede Baustelle in Deutschland beliefert werden können.
    Sophia Thomalla wurde eigentlich nur als Werbegesicht angefragt, wird künftig aber neben ihrer Rolle als Gesellschafterin auch als Markenbotschafterin auftreten.
    • Thomas Hagedorn, Christian Hülsewig und Sophia Thomalla (v.l.) sind die Köpfe hinter Schüttflix. Schüttflix Thomas Hagedorn, Christian Hülsewig und Sophia Thomalla (v.l.) sind die Köpfe hinter Schüttflix.
  • 11/18/19 7:00 PM
    Peek&Cloppenburg/Stylebop (Düsseldorf/München): Die Düsseldorfer Modehaus-Kette Peek & Cloppenburg erweitert das eigene Angebot um einen Online-Shop für Luxus-Mode. Dazu übernimmt die Tochter FashionID, die für Peek&Cloppenburg in den vergangenen Jahren das Online-Geschäft aufgebaut hat, die Domains und Marken der Stylebop GmbH aus München. Diese hatte im August Insolvenz anmelden müssen. Der 2004 gegründete Mode-Shop hatte in den vergangenen Jahren hohe Verluste gemacht, allein in den Jahren 2016 bzw. 2017 lag das Minus laut Bundesanzeiger bei rund 7,8 bzw. 8,9 Millionen Euro.
    Bei FashionID glaubt man jedoch an das Potenzial der Marke. Stylebop stehe für hochwertige Premiummode, sagt Fashion-ID-Geschäftsführer Nicolay Merkt: "Unser Ziel ist es, uns nun auch im Luxusbereich breit aufzustellen und uns in diesem Segment neue Kundengruppen zu erschließen.“
    Zunächst soll dazu das Geschäft in Deutschland wieder aufgenommen werden, teilte das Unternehmen mit. Allerdings ist auch eine Ausweitung auf Österreich und die Schweiz geplant. Langfristig sei auch eine noch stärkere Internationalisierung denkbar.
    Der Markt für Luxusmode ist hart umkämpft. Stylebop, das Mode von Philipp Plein, Karl Lagerfeld oder auch Burberry verkauft, konkurriert unter anderem mit Plattformen wie Farfetch, Mytheresa oder Net-a-porter.
  • 11/15/19 3:26 PM
    Vodafone/Grandcentrix (Düsseldorf/Köln): Die Nachricht dürfte bei der am Abend stattfindenden Weihnachtsfeier von Grandcentrix das beherrschende Thema sein: Das Unternehmen soll von Vodafone übernommen werden.
    Seit 2009 arbeitet Grandcentrix daran, Gegenstände zu digitalisieren. Mit Hilfe ihrer Technik konnten die Tonieboxen aus Düsseldorf die Kinderzimmer der Republik erobern, auch Mittelständler wie Miele, Viessmann oder Leica setzten auf die Fähigkeiten der Kölner, um ihre Produkte in das Internet der Dinge (Internet of things, kurz: IoT) zu bringen. Selbst eine Panne wie jene 2014, als Grandcentrix für die ARD eine Quizduell-App programmierte, die ausgerechnet beim Prominenten-Special der Sendung streikte, schadeten dem Ruf der Firma offenbar nicht.
    Im Gegenteil: Die Leistungen der Kölner, die einen zweistelligen Millionenumsatz erwirtschaften dürften, blieben auch Vodafone nicht verborgen. Der Düsseldorfer Mobilfunkanbieter gab am Freitag bekannt, die 2009 gegründete Firma mit ihren rund 150 Mitarbeitern übernehmen zu wollen. „Mit der Übernahme wollen wir unsere Geschäftskunden noch besser entlang der gesamten IoT-Wertschöpfungskette begleiten", sagt Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter. An den bestehenden Firmensitzen von Grandcentrix in Köln und Dortmund (wo Grandcentrix gegründet wurde) soll sich nichts ändern. Auch die beiden Gründer Ralf Rottmann und Martin Willnow sollen langfristig an Bord bleiben. Wenn die Kartellbehörden der Übernahme zustimmen, soll der Zusammenschluss der Unternehmen bereits zum 1. Januar 2020 erfolgen.
    Die Übernahme ist auch ein Erfolg für den Bonner Hightech-Gründerfonds, der knapp ein Jahr nach der Gründung bei Grandcentrix einstieg und zuletzt knapp 25 Prozent am Unternehmen hielt. Zum Kaufpreis machten die Parteien keine Angaben.
  • 11/8/19 12:38 PM
    Vorwerk Ventures (Wuppertal): Der bayerische E-Bike-Händler Rebike1 bekommt frisches Kapital aus NRW. Nach Informationen von "Gründerszene" haben die Risikokapitalgeber Vorwerk Ventures (Wuppertal) und STS Ventures (Köln) gemeinsam mit Business Angels einen mittleren einstelligen Millionenbetrag investiert. Das Start-up Rebike1 mit Sitz in Krailling bei München vermietet und verkauft Elektrofahrräder, zum Beispiel aus Rest- oder ehemaligen Vorführbeständen. Der Handel wird über die gleichnamige Online-Plattform abgewickelt. Der Verleih erfolgt über eine separate Internetseite, auf der man E-Bikes für drei, sechs oder zwölf Monate mieten und anschließend an einer Abholstation in Empfang nehmen kann. In NRW gibt es bislang zwei solcher Stationen in Köln und in Essen.
  • 11/7/19 2:00 PM
    Aixbrain/QSC (Aachen/Köln): Das Aachener KI-Start-up Aixbrain hat einen neuen Investor. Das Kölner Unternehmen QSC hat 25,1 Prozent der Anteile erworben und sich zudem die Möglichkeit gesichert, die Mehrheit an der Hochschul-Ausgründung zu übernehmen. Das teilte QSC mit. Details zum Kaufpreis wurden nicht genannt.
    Die Idee zu Aixbrain entstand am Institut für Theoretische Informationstechnik der RWTH Aachen. Seit der Ausgründung entwickelt das Start-up Software für das produzierende Gewerbe, bei der auch auch Künstliche Intelligenz eingesetzt wird. Ziel ist laut der Pressemitteilung von QSC die Entwicklung einer selbstlernenden Software, die die Komplexität industrieller Prozesse digital beherrschbar macht und maximal flexibel gestaltet. Schon heute werde Aixbrain von Unternehmen der Metallindustrie und dem Automotive-Bereich eingesetzt, heißt es.
    Aixbrain-Geschäftsführer Alexander Engels hofft, dass der Einstieg von QSC den Aachenern dank der Vertriebskompetenz neue Wachstumschancen ermöglicht. QSC beschäftigt rund 900 Mitarbeiter und ist ein börsennotierter Technologieberater und -anbieter, der im Jahr 2018 rund 360 Millionen Euro Umsatz gemacht hat. Unter dem Strich blieb dabei ein Gewinn von knapp 3,3 Millionen Euro. An der Börse sind die Kölner knapp 150 Millionen Euro wert. Anleger sahen das Unternehmen zuletzt eher kritisch, an der Börse verlor QSC in den vergangenen drei Jahren mehr als 30 Prozent seines Wertes.
    Aixbrain soll nun für weiteres Wachstum sorgen. Mit knapp 30 Prozent der Anteile ist Aixbrain-Geschäftsführer Alexander Engels über sein Unternehmen Solopex dort momentan größter Anteilseigner, sein Geschäftspartner Rudolph Mathar hält über die TNC Telecommunication Network Consulting noch knapp 26 Prozent, knapp 19 Prozent hält das Unternehmen Comvello.
  • 10/31/19 9:46 AM
    Einhundert Energie (Köln): Das Start-up Einhundert Energie hat von drei Investoren insgesamt eine Million Euro für eine Erhöhung des Eigenkapitals eingesammelt. Zu den Investoren gehören der auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Mainzer Risikokapitalgeber Wi-Venture, die auf Energieverbrauchsabrechnungen spezialisierte Minol Zenner Gruppe und der auf den Immobilienbereich spezialisierte Berliner Risikokapitalgeber Highrise Ventures. Das teilte das Start-up in einer Pressemitteilung mit. In einer früheren Phase hatte unter anderem bereits die landeseigene Förderbank NRW.Bank investiert.

    Die neuen Investoren spiegeln gut das Ziel von Einhundert Energie wieder. Das Start-up von Ernesto Garnier und Markus Reinhold pachtet Dachflächen auf Mehrfamilienhäusern und installiert dort Photovoltaik-Anlagen. Die Mieter wiederum sollen dank digitaler Technik (Smart Meter) eine monatliche Abrechnung bekommen, bei der sie nur genau ihren Verbrauch bezahlen müssen. Aktuell hat das 2017 gegründete Kölner Start-up nach eigenen Angaben eine vierstellige Zahl von Endkunden.
  • 10/31/19 7:50 AM
    Capnamic/HTGF (Köln/Bonn): Viel zu wenige Gründer sind weiblich - das hört man immer wieder. Gleichzeitig gilt aber auch: Bei den Investoren sind die Verhältnisse kaum besser, im Gegenteil. Auch dort sind Frauen in der Minderheit. Umso positiver sind zwei Meldungen, aus Köln und Bonn. Beim Risikokapitalgeber Capnamic steigt Dorothea Gotthardt als Venture Analyst am Berliner Standort ein, beim Hightech-Gründerfonds (HTGF) aus Bonn wird Tanja Emmerling sogar zur Partnerin ernannt. Sie leitet seit März 2018 das Berliner Büro.
    Beim HTGF ist Emmerling damit der dritte weibliche von insgesamt (laut Internetseite) neun Partnern, während Gotthardt bei Capnamic die erste weibliche Analystin ist.

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(frin)