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Leverkusener Kunststoff-Konzern Covestro will in Start-ups investieren

Gründer-Ticker : Kunststoff-Konzern Covestro will in Start-ups investieren

Fast jeden Tag gibt es spannende Nachrichten von Start-ups und Gründern aus NRW. Die wichtigsten Kurzinfos fassen wir in unserem Nachrichten-Blog für Sie zusammen.

  • 2/27/20 10:30 AM
    Covestro (Leverkusen): Der Kunststoff-Konzern will künftig stärker in Start-ups investieren. Dies teilte Covestro am Donnerstag mit. Interesse haben die Leverkusener dabei unter anderem an Gründungen in den Bereichen biobasierte Rohstoffe und Biotechnologie, Additive Fertigung wie 3D-Druck und digitalen Technologien.
    Das Unternehmen will sich dabei nach eigenen Angaben auf Finanzierungen in der Series-A bzw. Series-B fokussieren und dabei pro Start-up bis zu fünf Millionen Euro initial investieren. Im Anschluss sollen weitere Investments möglich sein. Allerdings: Jede Entscheidung muss vom Vorstand abgesegnet werden, ein eigener Fonds ist laut Covestro nicht geplant. Auf Anfrage betonte ein Sprecher, dass Entscheidungen in dem vierköpfigen Gremium dennoch sehr schnell getroffen werden könnten. Das ist auch wichtig, denn von Start-ups hört man immer wieder, dass diese sich genau überlegen, ob sie Geld von einem etablierten Unternehmen annehmen aus Sorge, dass dort bestehende Hierarchien sich negativ auf das eigene Entwicklungstempo auswirken könnten.
    Covestro hatte zuletzt bereits in das französische Start-up Crime Science Technology investiert. Das Start-up hat eine Technologie entwickelt, mit der Ausweisdokumente noch mehr Sicherheitsmerkmale bekommen können und dadurch fälschungssicherer werden. Auch Covestro ist im Geschäft mit Spezialfolien für solche Dokumente aktiv.
  • 2/17/20 4:19 PM
    Flaschenpost (Düsseldorf/Münster): Die Gewerkschaft NGG hat Strafanzeige gegen die Geschäftsführer des Getränke-Lieferdienstes Flaschenpost erstattet. Die NGG wirft den Verantwortlichen die Behinderung einer Betriebsratswahl am Standort Düsseldorf vor. Das Betriebsverfassungsgesetz sieht dafür eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr vor. Der Getränke-Lieferdienst hatte per einstweiliger Verfügung versucht, die Aufstellung eines Wahlvorstands rückgängig zu machen, war damit jedoch am vergangenen Freitag vor dem Arbeitsgericht gescheitert. Am selben Tag war sieben von zehn Team- und Schichtleitern in Düsseldorf fristlos gekündigt worden – ohne Angabe von Gründen. Ein weiterer, schwerbehinderter Teamleiter hatte eine Woche zuvor ebenfalls eine Kündigung erhalten. Die Gewerkschaft sieht einen Zusammenhang zur geplanten Betriebsratswahl, das Unternehmen hatte dies in der Vergangenheit bestritten.
  • 2/7/20 2:00 PM
    Femtasy (Köln): Der Erotik-Hörspiel-Anbieter Femtasy hat von Investoren offenbar eine Millionen-Finanzierung bekommen. Die Gründerin Nina Julie Lepique sagte dem Portal "Gründerszene", dass eine siebenstellige Summe in das Kölner Start-up geflossen sei. Erstmals investierte dabei offenbar auch Rolf Schrömgens, Gründer der Düsseldorfer Hotel-Suchmaschine Trivago. Zu den weiteren Geldgebern zählt außerdem der ebenfalls aus der Region stammende Gründer der Code-University, Thomas Bachem.
    Femtasy bietet unter dem Motto "Hör Dich zum Höhepunkt" erotische Geschichten für Frauen und Paare zum Hören. Das Geschäftsmodell der Online-Streaming-Plattform besteht darin, dass Kunden einen Tages-, Monats- oder Jahrespass kaufen, um Zugang zu den Geschichten zu erhalten. 2018 bekam das Start-up eine Seed-Finanzierung. Das frische Kapital wollen die beiden Gründer Nina Julie Lepique und Michael Holzner laut "Gründerszene" nutzen, um das bislang 18-köpfige Team zu vergrößern. Auch räumlich will man sich verändern. Die Gründer wollen ihre Firma nach Berlin verlegen. „Wir wollen jetzt international angreifen und fanden, dass Berlin deutlich besser dafür geeignet ist“, sagte Lepique.
  • 2/4/20 5:25 AM
    Capnamic (Köln): Der Kölner Risikokapitalgeber investiert in das polnische Start-up Nomagic. Der Anbieter von Robotern für Lagerhäuser konnte in einer der größten Seed-Finanzierungsrunden Polens insgesamt 8,6 Millionen Dollar (rund 7,8 Millionen Euro) von Investoren einsammeln. Angeführt wird die Finanzierungsrunde, an der auch drei Londoner Risikokapitalgeber beteiligt sind, von Khosla Ventures aus dem US-amerikanischen Silicon Valley.
    Nomagic entwickelt Roboter, die in Logistikzentren eingesetzt werden können, um verschiedene Pakete zu greifen und zu transportieren - angeblich selbst solche, die sie nie zuvor gesehen haben. Das Start-up verspricht, dass sich damit unter anderem die Kosten in den Zentren senken lassen. Mit dem Geld aus der Seed-Finanzierung sollen die Roboter weiter optimiert werden. Gleichzeitig will Nomagic auch spezielle Roboter für den Online-Mode-Handel entwickelt. "Unser Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren mehr als tausend intelligente Roboter bei Kunden in Betrieb zu haben", sagt Nomagic-Chef Kacper Nowicki.
    Für Investoren scheint das Modell nicht nur aufgrund des rasanten Wachstums im Online-Handel interessant zu sein. Denn Nomagic bietet den Unternehmen die Roboter-Leistung zur Miete an, was längerfristig für planbare Einnahmen sorgt (ähnlich wie bei Software-as-a-Service-Modellen). “Insbesondere in Deutschland ist das Kundeninteresse riesig und Nomagics Robotersysteme sind ideale Ergänzungen zum Angebot deutscher Intralogistiker.”, sagt Christian Siegele, Gründungspartner von Capnamic.
  • 1/31/20 3:59 PM
    TechVision Fonds (Aachen): Der Seed Fonds III wird neu ausgerichtet. Hinter dem Gründerfonds aus der Region Aachen stecken unter anderem die NRW.Bank, die Sparkassen aus Aachen, Krefeld und Düren sowie die Kreissparkasse Heinsberg und die Stadtsparkasse Mönchengladbach. Verantwortlich für die Investments ist die S-UBG-Gruppe, die auch schon die ersten beiden Seed-Fonds aufgelegt hatte. Das Fondsvolumen soll im Zuge der Neuausrichtung von rund 20 auf 40 Millionen Euro nahezu verdoppelt werden. Pro Start-up (Frühphase und Series A) sollen Investitionen von bis zu sechs Millionen Euro möglich sein. Auch das Gebiet, was der Fonds in den Blick nimmt, wird erweitert. „Mit unserem neuen Fonds können wir in Zukunft das gesamte Rheinland abdecken. Wir sind dabei allgemein aufgestellt und haben keinen klassischen Branchenfokus. Unser Ziel ist, gemeinsam etwas aufzubauen oder weiterzuentwickeln", sagt Günther Bogenrieder, Senior Investment Manager bei der S-UBG. Der neue Tech Vision Fonds I wird am 6. Februar bei einem Termin mit NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) in Aachen vorgestellt. Zum Portfolio des Fonds gehört bislang unter anderem das Aachener Start-up Taxy.io, das die Steuerberatung automatisieren will, sowie der Laborgeräte-Entwickler Aquila Biolabs.
  • 1/23/20 7:43 PM
    Durst (Köln): Laut einem Bericht der "Lebensmittel-Zeitung" will die Kölner Supermarkt-Kette Rewe die Mehrheit beim ebenfalls aus Köln stammenden Start-up Durst übernehmen. Die Gründer sollen bereits als Geschäftsführer zurückgetreten sein, Mitgründer Matthias Steinforth hatte Durst bereits im vergangenen Jahr verlassen. Laut Handelsregister hielt Steinforth bislang mit seinem Geschäftspartner Simon Biela über die Beteiligungsgesellschaft E113 mit 61,1 Prozent der Anteile die Mehrheit an der Durststrecke GmbH, die hinter Durst steckt.
    Das Start-up wurde 2017 gegründet, ein Jahr später startete es in Dormagen erstmals in den Testbetrieb. Inzwischen ist Durst auch in Bremen, Chemnitz oder Dresden aktiv. Anders als der Getränke-Lieferdienst Flaschenpost verzichtet Durst auf eigene Lager und kooperiert stattdessen mit den Getränkemärkten vor Ort. Rewe wollte sich auf Anfrage nicht zu Durst äußern. Eine Anfrage an Durst blieb zunächst unbeantwortet.
  • 1/17/20 10:48 AM
    Hightech-Gründerfonds (Bonn): Weihnachtsgeschäft mal anders: Der Bonner Frühphasen-Investor war im vierten Quartal 2019 der aktivste Risikokapitalgeber in Deutschland. Der HTGF beteiligte sich an 24 Finanzierungsrunden, acht mehr als im vorherigen Quartal. Das geht aus einer Auswertung des Analyse-Portals Startupdetector hervor. Auch die landeseigene NRW.Bank konnte sich mit sechs Finanzierungsrunden in der Top 10 platzieren. Vergleichsweise zurückhaltend agierten dagegen der Kölner Risikokapitalgeber Capnamic, Tengelmann Ventures aus Essen und Vorwerk Ventures aus Wuppertal mit je zwei Finanzierungsrunden.
    Insgesamt wurden im vierten Quartal 515 Finanzierungsrunden in Deutschland abgeschlossen. Startupdetector wertet für seine Analysen regelmäßig die Einträge im Handelsregister aus, wo neue Finanzierungsrunden und die beteiligten Investoren in der Regel angegeben werden.
  • 1/17/20 10:35 AM
    Visus Industry IT (Bochum): Das Start-up hat ein System entwickelt, das für Industrieunternehmen Prüfberichte und Bilder digitalisiert und anschließend bei der Zusammenfassung der Produktdokumentation hilft. Dies kann in vielen Fällen nützlich sein, etwa bei der Langzeitarchivierung, einer Ferndiagnose, um eine Zweitmeinung einzuholen oder die Dokumentation im Schadensfall zu regeln.
    Der durch das System JiveX erzeugte strukturierte Datenpool kann anschließend genutzt werden, um Systeme mit künstlicher Intelligenz anzulernen. So hat das Unternehmen offenbar ein Pilotprojekt durchgeführt, bei der ein System Schweißnähte bewerten musste. Fehler wurden dabei mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent erkannt.
    Die Arbeit der beiden Bochumer Gründer Jens Martin und Peter Rosiepen überzeugte nun offenbar gleich eine ganze Reihe von Investoren. Der Bonner High-Tech Gründerfonds (HTGF), der Gründerfonds Ruhr und die NRW.Bank haben nach eigenen Angaben einen siebenstelligen Betrag in das 2018 gegründete Start-up investiert.
  • 12/18/19 9:58 AM
    Crealize (Essen): Das Essener Unternehmen Crealize übernimmt die Zalando-Tochter Kickz. Der Online-Modehändler hatte Kickz, einen Spezialisten für Basketball- und Streatwear-Mode, selbst erst 2017 gekauft. Nun wird das Geschäft, zu dem ein Online-Shop und elf Filialen gehören, nach Essen weitergereicht. Über den Kaufpreis machten die Unternehmen keine Angaben. Die Übernahme soll laut Zalando im ersten Quartal 2020 abgeschlossen sein.
    Crealize steigt bei Kickz über seine Tochter Play Hard GmbH ein, deren Marke K1X bereits seit langem über Kickz verkauft wird. Hinter Crealize steckt unter anderem Jacob Fatih, Gründer und Geschäftsführer der Fitnessstudio-Kette FitX. Das Essener Unternehmen hat sich auf die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Unternehmen spezialisiert. Zum Portfolio gehört unter anderem das Düsseldorfer Restaurant Baba Green, das zuletzt für Schlagzeilen sorgte, weil es die Bezahlung per Bargeld abgeschafft hat.
    Zalando begründet den Verkauf damit, dass Kickz nicht mehr zur Firmenstrategie passe, durch die der Online-Händler verstärkt zur Plattform ausgebaut werden soll. Außerdem würde sich das Sortiment, heißt es in einer Pressemitteilung, inzwischen überlappen. Daher habe man sich für den Verkauf entschieden. Für die Mitarbeiter und Kunden von Kickz soll der Verkauf des Unternehmens keine Auswirkungen haben.
  • 11/26/19 9:00 PM
    Cognigy (Düsseldorf): Das Start-up hat von Investoren sechs Millionen US-Dollar (5,5 Millionen Euro) an frischem Kapital eingesammelt. Cognigy hat eine Software entwickelt, mit der Unternehmen Kundenanfragen automatisiert beantworten können - egal ob in Form von Textnachrichten durch einen Chatbot oder gesprochen durch einen Sprachassistenten.
    Mit dem Geld wollen die Gründer Philipp Heltewig und Sascha Poggemann nach eigenen Angaben die Expansion in Europa, Asien und den USA beschleunigen. Das Unternehmen hat bereits einen Standort in San Francisco aufgebaut. Außerdem sollen in Düsseldorf auch mehr Experten für Künstliche Intelligenz und Entwickler angestellt werden.
    „Das Rheinland bietet Enterprise-Unternehmen optimale Bedingungen“, sagt Sascha Poggemann, der Cognigy zusammen mit seinem Geschäftspartner anderhalb Jahre lang im Co-Working-Space Startplatz aufgebaut hat. „Es gibt vor Ort nicht nur exzellent ausgebildete Software-Entwickler", sagt Poggemann: "Auch viele unserer Kunden sind hier ansässig – ebenso wie zahlreiche Beratungsunternehmen. Darum war und ist es für uns keine Option, unsere Software im Ausland zu entwickeln.“ Zu den Kunden von Cognigy gehören unter anderem der Tüv Rheinland und der Düsseldorfer Versicherer Arag sowie die Dax-Konzerne Henkel und Daimler. Das Geld kommt von den Risikokapitalgebern DN Capital, Nordic Makers und Inventures.
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(frin)