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Gericht lehnt Abbruch von Betriebsratswahl bei Flaschenpost in Düsseldorf ab

Gründer-Ticker : Gericht lehnt Abbruch von Betriebsratswahl bei Flaschenpost ab

Fast jeden Tag gibt es spannende Nachrichten von Start-ups und Gründern aus NRW. Die wichtigsten Kurzinfos fassen wir in unserem Nachrichten-Blog für Sie zusammen.

  • 3/25/20 5:00 PM
    Flaschenpost (Münster): Der Getränke-Lieferdienst ist auch in zweiter Instanz mit seinem Versuch gescheitert, die Betriebsratswahl am Standort Düsseldorf abzubrechen. Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf wies den Antrag von Flaschenpost zurück, dem Wahlvorstand mittels einstweiliger Verfügung die Betriebsratswahl am Standort Düsseldorf zu untersagen (Az.: 7 TaBVGa 2/20). Diese soll am 2. April stattfinden. Das Start-up aus Münster war der Ansicht, dass die Zeit zwischen der Ankündigung der Wahl eines Wahlvorstands und der Abstimmung über diesen zu kurz gewesen sei, um viele Mitarbeiter zu erreichen. Das Landesarbeitsgericht sah aber keinen Grund für einen Abbruch. Gegen den Beschluss des Landesarbeitsgerichts sind keine Rechtsmittel möglich.
  • 3/23/20 2:10 PM
    Springlane (Düsseldorf): Das Düsseldorfer Start-up Springlane hat kürzlich über die Crowdinvesting-Plattform Kapilendo eine Million Euro von Kleinanlegern eingesammelt. Nun ist klar, was mit dem Geld passiert. Der Anbieter von Küchenutensilien hat eine Maschine auf den Markt gebracht, mit der sich Pflanzendrinks herstellen lassen. Laut Gründer Marius Fritzsche wurde in das Projekt zwar auch schon vorher investiert worden, das Geld von Kapilendo sei aber unter anderem auch dafür genutzt worden. Glaubt man dem Geschäftsführer, scheint sich die Investition bislang auszuzahlen: "Wir haben unsere geplanten Verkaufszahlen stark übertroffen, obwohl wir aufgrund der aktuellen Situation unsere Launch-Events abgesagt haben."
  • 3/9/20 6:51 PM
    Instana (Solingen): Das Solinger Start-up Instana wurde zu einem der 100 vielversprechendsten Start-ups Europas gekürt. Insgesamt schafften es 16 deutsche Unternehmen auf die Liste, die von den Machern der französischen Digitalkonferenz Viva Technology in Zusammenarbeit mit der Beratung GP Bullhound und führenden Risikokapitalgebern erstellt wurde. Mit der Technologie von Instana können Unternehmen ihre Server überwachen lassen, um Fehler frühzeitig zu erkennen. Neben dem Solinger Start-up, das inzwischen auch in den USA einen Sitz hat, ist auch das Medizin-Start-up Amboss auf der Liste vertreten, dessen Wurzeln in Köln liegen. Inzwischen hat Amboss aber wie die meisten anderen der 16 Start-ups seinen Sitz in Berlin. Erfreulich für NRW: Mit Picnic ist auch ein niederländischer Lebensmittel-Lieferdienst vertreten, dessen Deutschland-Sitz in Düsseldorf ist.
    Im europäischen Vergleich schneidet Deutschland gemessen an seiner Größe ordentlich ab, hinter Großbritannien (31 Start-ups) und Frankreich (22 Start-ups) reicht es aber lediglich für den dritten Rang. In absoluten Zahlen liegt Deutschland aber deutlich vor Schweden (sechs Start-ups) auf Rang 4. Israel, das bei der Auswertung ebenfalls einbezogen wurde, kommt auf zwei Start-ups. Die Studie kann dank der Risikokapital-Partner wie Accel, Northzone oder Partech auf großes Branchenwissen zurückgreifen. Ganz unabhängig sind die Partner aber natürlich nicht - denn an einigen Start-ups aus dem Ranking sind sie natürlich beteiligt. So hat Accel beispielsweise in Instana investiert.
  • 2/27/20 10:30 AM
    Covestro (Leverkusen): Der Kunststoff-Konzern will künftig stärker in Start-ups investieren. Dies teilte Covestro am Donnerstag mit. Interesse haben die Leverkusener dabei unter anderem an Gründungen in den Bereichen biobasierte Rohstoffe und Biotechnologie, Additive Fertigung wie 3D-Druck und digitalen Technologien.
    Das Unternehmen will sich dabei nach eigenen Angaben auf Finanzierungen in der Series-A bzw. Series-B fokussieren und dabei pro Start-up bis zu fünf Millionen Euro initial investieren. Im Anschluss sollen weitere Investments möglich sein. Allerdings: Jede Entscheidung muss vom Vorstand abgesegnet werden, ein eigener Fonds ist laut Covestro nicht geplant. Auf Anfrage betonte ein Sprecher, dass Entscheidungen in dem vierköpfigen Gremium dennoch sehr schnell getroffen werden könnten. Das ist auch wichtig, denn von Start-ups hört man immer wieder, dass diese sich genau überlegen, ob sie Geld von einem etablierten Unternehmen annehmen aus Sorge, dass dort bestehende Hierarchien sich negativ auf das eigene Entwicklungstempo auswirken könnten.
    Covestro hatte zuletzt bereits in das französische Start-up Crime Science Technology investiert. Das Start-up hat eine Technologie entwickelt, mit der Ausweisdokumente noch mehr Sicherheitsmerkmale bekommen können und dadurch fälschungssicherer werden. Auch Covestro ist im Geschäft mit Spezialfolien für solche Dokumente aktiv.
  • 2/17/20 4:19 PM
    Flaschenpost (Düsseldorf/Münster): Die Gewerkschaft NGG hat Strafanzeige gegen die Geschäftsführer des Getränke-Lieferdienstes Flaschenpost erstattet. Die NGG wirft den Verantwortlichen die Behinderung einer Betriebsratswahl am Standort Düsseldorf vor. Das Betriebsverfassungsgesetz sieht dafür eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr vor. Der Getränke-Lieferdienst hatte per einstweiliger Verfügung versucht, die Aufstellung eines Wahlvorstands rückgängig zu machen, war damit jedoch am vergangenen Freitag vor dem Arbeitsgericht gescheitert. Am selben Tag war sieben von zehn Team- und Schichtleitern in Düsseldorf fristlos gekündigt worden – ohne Angabe von Gründen. Ein weiterer, schwerbehinderter Teamleiter hatte eine Woche zuvor ebenfalls eine Kündigung erhalten. Die Gewerkschaft sieht einen Zusammenhang zur geplanten Betriebsratswahl, das Unternehmen hatte dies in der Vergangenheit bestritten.
  • 2/7/20 2:00 PM
    Femtasy (Köln): Der Erotik-Hörspiel-Anbieter Femtasy hat von Investoren offenbar eine Millionen-Finanzierung bekommen. Die Gründerin Nina Julie Lepique sagte dem Portal "Gründerszene", dass eine siebenstellige Summe in das Kölner Start-up geflossen sei. Erstmals investierte dabei offenbar auch Rolf Schrömgens, Gründer der Düsseldorfer Hotel-Suchmaschine Trivago. Zu den weiteren Geldgebern zählt außerdem der ebenfalls aus der Region stammende Gründer der Code-University, Thomas Bachem.
    Femtasy bietet unter dem Motto "Hör Dich zum Höhepunkt" erotische Geschichten für Frauen und Paare zum Hören. Das Geschäftsmodell der Online-Streaming-Plattform besteht darin, dass Kunden einen Tages-, Monats- oder Jahrespass kaufen, um Zugang zu den Geschichten zu erhalten. 2018 bekam das Start-up eine Seed-Finanzierung. Das frische Kapital wollen die beiden Gründer Nina Julie Lepique und Michael Holzner laut "Gründerszene" nutzen, um das bislang 18-köpfige Team zu vergrößern. Auch räumlich will man sich verändern. Die Gründer wollen ihre Firma nach Berlin verlegen. „Wir wollen jetzt international angreifen und fanden, dass Berlin deutlich besser dafür geeignet ist“, sagte Lepique.
  • 2/4/20 5:25 AM
    Capnamic (Köln): Der Kölner Risikokapitalgeber investiert in das polnische Start-up Nomagic. Der Anbieter von Robotern für Lagerhäuser konnte in einer der größten Seed-Finanzierungsrunden Polens insgesamt 8,6 Millionen Dollar (rund 7,8 Millionen Euro) von Investoren einsammeln. Angeführt wird die Finanzierungsrunde, an der auch drei Londoner Risikokapitalgeber beteiligt sind, von Khosla Ventures aus dem US-amerikanischen Silicon Valley.
    Nomagic entwickelt Roboter, die in Logistikzentren eingesetzt werden können, um verschiedene Pakete zu greifen und zu transportieren - angeblich selbst solche, die sie nie zuvor gesehen haben. Das Start-up verspricht, dass sich damit unter anderem die Kosten in den Zentren senken lassen. Mit dem Geld aus der Seed-Finanzierung sollen die Roboter weiter optimiert werden. Gleichzeitig will Nomagic auch spezielle Roboter für den Online-Mode-Handel entwickelt. "Unser Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren mehr als tausend intelligente Roboter bei Kunden in Betrieb zu haben", sagt Nomagic-Chef Kacper Nowicki.
    Für Investoren scheint das Modell nicht nur aufgrund des rasanten Wachstums im Online-Handel interessant zu sein. Denn Nomagic bietet den Unternehmen die Roboter-Leistung zur Miete an, was längerfristig für planbare Einnahmen sorgt (ähnlich wie bei Software-as-a-Service-Modellen). “Insbesondere in Deutschland ist das Kundeninteresse riesig und Nomagics Robotersysteme sind ideale Ergänzungen zum Angebot deutscher Intralogistiker.”, sagt Christian Siegele, Gründungspartner von Capnamic.
  • 1/31/20 3:59 PM
    TechVision Fonds (Aachen): Der Seed Fonds III wird neu ausgerichtet. Hinter dem Gründerfonds aus der Region Aachen stecken unter anderem die NRW.Bank, die Sparkassen aus Aachen, Krefeld und Düren sowie die Kreissparkasse Heinsberg und die Stadtsparkasse Mönchengladbach. Verantwortlich für die Investments ist die S-UBG-Gruppe, die auch schon die ersten beiden Seed-Fonds aufgelegt hatte. Das Fondsvolumen soll im Zuge der Neuausrichtung von rund 20 auf 40 Millionen Euro nahezu verdoppelt werden. Pro Start-up (Frühphase und Series A) sollen Investitionen von bis zu sechs Millionen Euro möglich sein. Auch das Gebiet, was der Fonds in den Blick nimmt, wird erweitert. „Mit unserem neuen Fonds können wir in Zukunft das gesamte Rheinland abdecken. Wir sind dabei allgemein aufgestellt und haben keinen klassischen Branchenfokus. Unser Ziel ist, gemeinsam etwas aufzubauen oder weiterzuentwickeln", sagt Günther Bogenrieder, Senior Investment Manager bei der S-UBG. Der neue Tech Vision Fonds I wird am 6. Februar bei einem Termin mit NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) in Aachen vorgestellt. Zum Portfolio des Fonds gehört bislang unter anderem das Aachener Start-up Taxy.io, das die Steuerberatung automatisieren will, sowie der Laborgeräte-Entwickler Aquila Biolabs.
  • 1/23/20 7:43 PM
    Durst (Köln): Laut einem Bericht der "Lebensmittel-Zeitung" will die Kölner Supermarkt-Kette Rewe die Mehrheit beim ebenfalls aus Köln stammenden Start-up Durst übernehmen. Die Gründer sollen bereits als Geschäftsführer zurückgetreten sein, Mitgründer Matthias Steinforth hatte Durst bereits im vergangenen Jahr verlassen. Laut Handelsregister hielt Steinforth bislang mit seinem Geschäftspartner Simon Biela über die Beteiligungsgesellschaft E113 mit 61,1 Prozent der Anteile die Mehrheit an der Durststrecke GmbH, die hinter Durst steckt.
    Das Start-up wurde 2017 gegründet, ein Jahr später startete es in Dormagen erstmals in den Testbetrieb. Inzwischen ist Durst auch in Bremen, Chemnitz oder Dresden aktiv. Anders als der Getränke-Lieferdienst Flaschenpost verzichtet Durst auf eigene Lager und kooperiert stattdessen mit den Getränkemärkten vor Ort. Rewe wollte sich auf Anfrage nicht zu Durst äußern. Eine Anfrage an Durst blieb zunächst unbeantwortet.
  • 1/17/20 10:48 AM
    Hightech-Gründerfonds (Bonn): Weihnachtsgeschäft mal anders: Der Bonner Frühphasen-Investor war im vierten Quartal 2019 der aktivste Risikokapitalgeber in Deutschland. Der HTGF beteiligte sich an 24 Finanzierungsrunden, acht mehr als im vorherigen Quartal. Das geht aus einer Auswertung des Analyse-Portals Startupdetector hervor. Auch die landeseigene NRW.Bank konnte sich mit sechs Finanzierungsrunden in der Top 10 platzieren. Vergleichsweise zurückhaltend agierten dagegen der Kölner Risikokapitalgeber Capnamic, Tengelmann Ventures aus Essen und Vorwerk Ventures aus Wuppertal mit je zwei Finanzierungsrunden.
    Insgesamt wurden im vierten Quartal 515 Finanzierungsrunden in Deutschland abgeschlossen. Startupdetector wertet für seine Analysen regelmäßig die Einträge im Handelsregister aus, wo neue Finanzierungsrunden und die beteiligten Investoren in der Regel angegeben werden.
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(frin)