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Dr. Oetker steigt bei Backparty-Start-up Bakenight ein

Neuer Investor für Bakenight : Dr. Oetker steigt bei Backparty-Start-up ein

Live-Veranstaltungen bei denen man gemeinsam backt oder malt: mit diesem Konzept bekam das Berliner Start-up Artnight in der Corona-Krise massive Probleme. Doch das Team entwickelte in kurzer Zeit Online-Formate – und weckte bei seinem Ableger Bakenight auch das Interesse von Investoren.

Der Lebensmittelhersteller Dr. Oekter ist beim Berliner Start-up Bakenight eingestiegen. Das Start-up veranstaltet Workshops, bei denen die Teilnehmer gemeinsam mit Profis Torten, Brote oder beispielsweise auch Brezeln backen können. Angesichts der Corona-Krise wurden außerdem vor einigen Monaten auch Online-Formate entwickelt, mit denen man in der eigenen Küche unter Anleitung von Bäckern oder Konditoren Ideen umsetzen kann.

Das Bielefelder Unternehmen Dr. Oetker, das neben Backmischungen auch viele Zutaten vertreibt, hält knapp 30 Prozent der Anteile an Bakenight. Es handele sich um ein eher kleines Investment, heißt es im Unternehmen. Genaue Angaben zur Höhe macht das Unternehmen nicht. Die restlichen Firmenanteile hält die Bakenight-Mutter Artnight, ein Anbieter von Kunst-Veranstaltungen, der von der Corona-Krise zunächst hart getroffen wurde und sich dann mit Digitalformaten neu erfand. Zuerst hatte das Portal „Deutsche-Startups“ über den Einstieg berichtet.

Artnight hat sich auf die Organisation von Veranstaltungen spezialisiert, bei denen die Gäste gemeinsam Kunstwerke malen. Vorkenntnisse sind dabei nicht erforderlich. Nachdem das Format sich als Erfolg erwiesen hatte, wurden auch andere Arten von Veranstaltungen entwickelt, bei denen beispielsweise Blumenampeln (“Plantnight“) gebastelt oder Brownies (“Bakenight“) gebacken wurden. „Dr. Oetker hat ursprünglich begeistert, wie die Gründer von ArtNight das Thema Kunst völlig neu inszeniert haben“, sagt eine Sprecherin des Bielefelder Unternehmens: „Mit Bakenight möchten wir versuchen, den Erfolg von Artnight auf unsere Leidenschaft – das Backen – zu übertragen.“

Das Traditionsunternehmen hatte bereits vor einigen Jahren in Berlin ein Digitallabor eröffnet, um damit Ideen zu entwickeln. So ist unter anderem das Portal Backen.de in Berlin entwickelt worden. Und auch auf anderem Weg versucht man Zugang zu Start-ups zu bekommen: Über den Berliner Risikokapitalgeber Project A investiert Dr. Oetker auch in junge Gründungen. Project-A-Chef Florian Heinemann sitzt wiederum dafür im Digitalbeirat der Bielefelder.