Bitburger und andere Investoren stecken 13 Millionen in Just Spices

Gewürzmischungen aus Düsseldorf : Start-up „Just Spices“ bekommt 13 Millionen Euro von Investoren

Die Brauerei Bitburger investiert mit anderen Geldgebern in das 2014 gegründete Unternehmen. Sie sehen insbesondere Potenzial im Online-Geschäft. Mit dem Geld will das Düsseldorfer Start-up einen großen Schritt wagen.

Dank einer Finanzierung von 13 Millionen Euro will das Start-up Just Spices neue Marktsegmente erschließen: Nordamerika steht auf der Liste, außerdem wollen die Düsseldorfer ihre Präsenz in weiteren europäischen Ländern stärken. „Wir freuen uns darauf, mit unseren Investoren und der neuen Wachstumsfinanzierung das nächste Level zu erreichen“, sagt Unternehmenschef Florian Falk. Er zählt zu den Gründern des Start-ups, das seit 2014 den Gewürzmarkt erobert.

Zu den Investoren gehört unter anderem die Brauerei Bitburger, die über ihre Tochter Bitburger Ventures bei Just Spices eingestiegen ist. Sie und die anderen Investoren Five Seasons Ventures und Coefficient Capital setzen wohl auch auf das Online-Geschäft, das Just Spices stetig ausbaut. Nach eigenen Angaben erzielt das Start-up mehr als 60 Prozent seiner Umsätze im Internet. Genaue Umsatzzahlen nennt Just Spices nicht, sie sollen aber im zweistelligen Millionenbereich liegen. Das Start-up ist laut einer Sprecherin zudem seit 2017 profitabel. Damals erzielte das Unternehmen laut Bundesanzeiger einen Gewinn von knapp 135.000 Euro.

Just Spices ist 2014 mit dem Verkauf von Gewürzmischungen gestartet – etwa für Bratkartoffeln, Pasta und Hähnchen. Inzwischen gibt es auch Bio-Fix-Mischungen oder Avocado-Toppings. Die Gewürze werden auch über die Handelsketten Rewe, Edeka, Penny und Kaufland vertrieben – haben dort allerdings große Konkurrenz durch etablierte Marken wie Ostmann oder Fuchs und inzwischen auch durch Start-ups wie das aus der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ bekannte Ankerkraut.

Just Spices versucht daher, durch Rezepte, einen eigenen Podcast sowie eine mobile App das Online-Geschäft zu stärken und die Marke weiter zu etablieren. Daran will das Unternehmen auch weiter arbeiten. Gründer Florian Falk kündigt dazu auch im Personalbereich Wachstum an: Das bestehende Team – derzeit rund 70 Mitarbeiter – soll gestärkt werden.