Bereits 1500 Beschäftigte legten Arbeit nieder: Stahlarbeiter weiten Warnstreiks aus

Bereits 1500 Beschäftigte legten Arbeit nieder : Stahlarbeiter weiten Warnstreiks aus

Duisburg/Dortmund (RPO). Die IG Metall hat am Donnerstag die Warnstreiks in der Stahlindustrie deutlich ausgeweitet. Bereits am frühen Morgen legten nach Gewerkschaftsangaben im Duisburger Süden rund 1500 Beschäftigte die Arbeit nieder.

Betroffen waren unter anderem Produktionsanlagen von ThyssenKrupp und Arcelor Mittal. "Die Produktion hat komplett gestanden", sagte ein Gewerkschaftssprecher.

Für den Mittag hat die Gewerkschaft weitere Protestkundgebungen im Duisburger Norden angekündigt, zu denen noch einmal bis zu 4.500 Teilnehmer erwartet werden. Auch in Bochum soll es Warnstreiks geben.

Mit den Arbeitsniederlegungen will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber im Tarifkonflikt erhöhen. Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Lohn, außerdem verlangt sie gleiche Bezahlung für Leiharbeiter wie für Festangestellte und Erleichterungen für ältere Beschäftigte. Die Arbeitgeber legten in den bisherigen zwei Verhandlungsrunden noch kein Angebot vor. Die Gespräche sollen am 29. Oktober fortgesetzt werden.

Bereits am Mittwoch waren nach Gewerkschaftsangaben mehr als 2.000 Stahlarbeiter in Salzgitter und Dortmund in den Warnstreik getreten. Auch am Freitag soll es vorübergehende Arbeitsniederlegungen geben.

(DDP/jre)