Gegen den Ex-Chef von Porsche Staatsanwälte entscheiden im Herbst über Anklage

Stuttgart · Die Staatsanwaltschaft Stuttgart wird voraussichtlich frühestens ab Spätherbst über eine mögliche Anklage gegen Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking wegen Marktmanipulation entscheiden.

Das ist Ex-Porsche-Chef Wiedeking
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Zwar seien die Ermittlungen gegen Wiedeking und Ex-Finanzchef Holger Härter im Zusammenhang mit der geplatzten Milliarden-Übernahmen von Volkswagen abgeschlossen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag. Die Verteidiger hätten nun aber zunächst Einblick in die Akten. Bis Ende Oktober könnten diese dann eine Stellungnahme abgeben.

Mögliche Anklage

Nach einer Stellungnahme der Verteidiger werde die Staatsanwaltschaft über das weitere Vorgehen in der Sache entscheiden, sagte der Sprecher. Möglicherweise komme es dann zu einer Anklage. Mögliche Alternativen wären jedoch auch Strafbefehle oder eine Einstellung des Verfahrens. Dies könne auch unter Auflagen geschehen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" hatte berichtet, die Staatsanwaltschaft wolle nach derzeitigem Stand Anklage gegen Wiedeking und Härter erheben. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte entsprechende Pläne für eine Anklage auf Anfrage jedoch nicht bestätigen.

Ermittlungen seit drei Jahren

Die Ermittlungen in dem Fall liefen seit drei Jahren. Wiedeking und Härter sollen den Finanzmarkt durch falsche Informationen oder das Verschweigen von Informationen über die Porsche-Pläne getäuscht haben.

Porsche war 2008 mit dem Versuch gescheitert, den weitaus größeren Autoriesen VW zu übernehmen. Stattdessen gehört der Stuttgarter Sportwagen-Hersteller seit Anfang August nun offiziell zum Volkswagen-Konzern.

(AFP)
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