Mehr als ein drittel der Mitarbeiter sollen offenbar entlassen werden Sony Deutschland bestätigt Stellenabbau

Hamburg/Köln (rpo). Der deutsche Ableger des japanischen Elektronikkonzerns Sony will einen Teil seiner Mitarbeiter entlassen. Das bestätigte ein Sony-Sprecher am Mittwoch in Köln auf Anfrage.

Das Unternehmen sei in einer wirtschaftlich schwierigen Situation, sagte der Sony-Sprecher. Deshalb gebe es einen Umstrukturierungsprozess, der auch zum Abbau von Arbeitspätzen in allen Unternehmensbereichen führen werde. Den vollständigen Maßnahmenkatalog werde Sony noch vor der Messe Photokina im September, möglicherweise auch deutlich früher bekannt geben.

Das "Manager Magazin" hatte unter Berufung auf Konzerninsider berichtet, Sony-Deutschland-Chef Wolfdieter Griess plane die Entlassung von 200 der 850 Mitarbeiter. Nahezu das gesamte Servicegeschäft mit gut 120 Mitarbeiter solle ausgelagert werden.

Zu diesen Einzelheiten wollte der Sprecher sich nicht äußern. Als Grund für den Stellenabbau führte das Magazin einen Rekordverlust von rund 50 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/2004 (bis Ende März). Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf rund eine Milliarde Euro geschrumpft. Auch im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres wiesen die Kennziffern nach unten.