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80,2 Prozent für Arques: Siemens verkauft Großteil seiner Telefonsparte

80,2 Prozent für Arques : Siemens verkauft Großteil seiner Telefonsparte

München/Bocholt (RPO). Das Beteiligungsunternehmen Arques kauft die Siemens-Tochter Home and Office Communications Devices (SHC), die rund 2100 Mitarbeiter hat. Beide Seiten hätten eine Vereinbarung geschlossen, wonach 80,2 Prozent der Anteile an Arques übergehen sollen, teilten beide Unternehmen am Freitag in München und Starnberg mit.

Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung.

SHC stellt unter anderem die Schnurlos-Telefone der Marke Gigaset her, ist den Angaben zufolge in 17 Ländern präsent und vertreibt ihre Produkte in rund 70 Ländern. Der größte deutsche Standort ist in Bocholt mit rund 1400 Mitarbeitern. Arques sicherte für die kommenden drei Jahre zu, neben Bocholt auch den Hauptsitz in München zu erhalten.

München soll zudem weiter Hauptsitz bleiben. Arques will die Position von SHC als Hersteller hochwertiger Schnurlostelefone ausbauen und verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren. Die Marke Siemens kann Arques für zwei Jahre nutzen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte SHC laut Siemens einen im Vergleich zum Vorjahr "stabilen" Umsatz von 792 Millionen Euro erwirtschaftet. Zwei Drittel der SHC-Umsätze stammen aus dem Geschäft mit Gigaset-Schnurlostelefonen.

Siemens hatte in den vergangenen Monaten bereits darauf verwiesen, dass SHC nicht mehr zum Kerngeschäft gehöre. Bereits im Oktober 2005 wurde SHC als eigenständige Gesellschaft ausgegliedert.

(afp)