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Standort Deutschland: Siemens investiert 40 Millionen in Mülheim

Standort Deutschland : Siemens investiert 40 Millionen in Mülheim

Mülheim/Ruhr (RPO). Der Siemens-Konzern vergrößert seine Niederlassung in Mülheim an der Ruhr. Das Management baut das Dampfturbinen- und Generatorenwerk aus. Hinzu kommen Bürogebäude und eine Fertigungshalle. Kostenpunkt: 40 Millionen Euro.

Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier und Siemens-Vorstandsmitglied Wolfgang Dehen setzten am Donnerstag den ersten Spatenstich. Am Mülheimer Standort entstehen etwa 30 000 Quadratmeter zusätzliche Büro- und Fertigungsflächen. Beide Gebäude sollen im ersten Halbjahr 2010 fertiggestellt sein, allein das Bürogebäude soll den Angaben zufolge Platz für rund 1000 Mitarbeiter bieten.

"Mit der Investition bekennt sich Siemens zum Standort Mülheim und festigt gleichzeitig seine Position als weltweite Nummer eins auf dem Markt für Energietechnik", sagte Dehen. Das Unternehmen bündele seine Kapazitäten in Mülheim. "Der Energiemarkt ist ein Wachstumsmarkt mit großen Chancen. In den nächsten 20 Jahren werden im Durchschnitt jährlich Investitionen von rund 850 Milliarden Euro im Energiemarkt erwartet", betonte Dehen.

Das Vorstandsmitglied unterstrich überdies die Bedeutung des Standortes NRW für den Siemens-Konzern. "Im Vergleich aller Regionen weltweit nimmt NRW im Siemens-Umsatz Platz fünf ein", unterstrich Dehen. Nicht zuletzt deshalb habe das Unternehmen in NRW kräftig investiert. Vor etwa vier Monaten wurde für rund 100 Millionen Euro ein neues Mega-Testcenter in Duisburg eingeweiht, nun folge der Ausbau in Mülheim. Beide Investitionen seien die höchsten dieses Jahres.

Außenminister Steinmeier begrüßte das Engagement von Siemens und verwies unter anderem auf die Arbeitsplätze, die dadurch am Standort geschaffen würden. Zugleich warnte der Vizekanzler vor einem Facharbeitermangel, der sich zu einer "Wachstumsbremse" auswachsen könnte. Deutschland müsse weiterhin alles daran setzen, gut ausgebildete Fachkräfte anzulernen. Nur wenn Deutschland sein weltweit führendes Know-how erhalte, könne es auch in einer globalisierten Welt bestehen.

Bereits seit 1927 unterhält Siemens den Standort in Mülheim, der den Angaben zufolge eines der modernsten Produktions- und Entwicklungszentren der internationalen Kraftwerksindustrie ist. Über 1000 Turbosätze mit einer Gesamtleistung im sechsstelligen Megawatt-Bereich wurden am Standort bereits produziert. Rund 4000 Mitarbeiter zählt das Dampfturbinen- und Generatorenwerk.

(afp)