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Siegen: Regionale Wirtschaft in Aufruhr nach Brückensperrung an A45

Jahrelanger Neubau geplant : Regionale Wirtschaft in Aufruhr nach Brückensperrung an A45

Südwestfalen gilt als drittstärkste Wirtschaftsregion in Deutschland. Die jahrelange Vollsperrung der A45-Brücke bei Lüdenscheid droht, unzählige Unternehmen vom überregionalen Handel abzuschneiden.

Die jahrelange Unterbrechung der wichtigen Nord-Süd-Verkehrsachse infolge der Brückensperrung an der A45 bei Lüdenscheid wird laut regionaler Wirtschaft gravierende Folgen haben. In einem Appell an den Verkehrsausschuss des Bundestags betonten Arbeitgeber und Gewerkschaften aus dem betroffenen Südwestfalen, beim geplanten Abriss und Neubau der Autobahntalbrücke müsse Tempo gemacht werden. Nicht nur einzelne Branchen, sondern die gesamte Wirtschaft und alle Beschäftigten in der Region seien unmittelbar oder mittelbar betroffen, hieß es in der gemeinsamen Resolution. Südwestfalen gilt als drittstärkste Wirtschaftsregion in Deutschland.

Das Thema gehöre ganz oben auf die Agenda, forderte der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Siegen, Klaus Gräbener. Die Vollsperrung der A45 werde zu Auftragsrückgängen und Umsatzeinbußen führen, die Umleitungen zu längeren Fahr- und Transportzeiten und damit zu deutlich höheren Kosten. Es drohten Produktionsverlagerungen oder Betriebsschließungen.

Zudem leide die Attraktivität der Arbeitsplätze durch die eingeschränkte Erreichbarkeit, was für die Region „dramatisch“ sei, betonte der DGB, Region Südwestfalen. Zügige Planung und schneller Baufortschritt dürften nicht an Geld oder Personal scheitern, die Bürokratie müsse „auf das Minimum eingedampft“ werden, hieß es.

Die marode Talbrücke Rahmede war Anfang Dezember bei Lüdenscheid stillgelegt worden. Als Zeitziel für einen Neubau hatte die Autobahn GmbH des Bundes fünf Jahre genannt. Der Fernverkehr wird auf andere Autobahnen umgesteuert. Viele Kommunen sind stark betroffen.

(chal/dpa)