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Geschäfte nehmen wieder normalen Betrieb auf: Schlecker: Haben kein großes Privatvermögen mehr

Geschäfte nehmen wieder normalen Betrieb auf : Schlecker: Haben kein großes Privatvermögen mehr

Die Läden der insolventen Drogeriemarkt-Kette Schlecker haben wieder ihren vollen Betrieb aufgenommen. Nach der Einigung mit dem wichtigsten Gläubiger, der Einkaufsgemeinschaft Markant, habe sich das Pleiteunternehmen auch mit anderen großen Lieferanten geeinigt.

Das erklärte der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Montag am Schlecker-Firmensitz in Ehingen. Demnach beliefern die Drogieriekette auch wieder die Konsumgüter-Hersteller Unilever, Beiersdorf, Henkel sowie Procter & Gamble.

Schlecker-Finanzvorstand Sami Sagur erklärte am Montag, die meisten Schlecker-Filialen schrieben schwarze Zahlen. Auch habe das Unternehmen keine Schulden bei Banken, die Insolvenz hätten lediglich die Außenstände bei den Lieferanten verursacht. Eine Sanierung des Unternehmens habe daher Priorität. Erste Gespräche dazu gab es demnach auch schon mit der Gewerkschaft Verdi.

Insolvenzverwalter Geiwitz betonte, die Pleite von Schlecker bedeute auch die Privatinsolvenz von Firmengründer Anton Schlecker. Die Drogeriemarkt-Kette hat die Rechtsform eines eingetragenen Kaufmanns (e.K.). Geiwitz war am Montagmorgen nach eigenen Angaben vom Amtsgericht Ulm zum sogenannten vorläufigen starken Insolvenzverwalter ernannt worden. Damit erhält er Zugriff auf das komplette Vermögen Schleckers.

Die Tochter des Firmengründers, Meike Schlecker, wies am Montag Berichte zurück, es bestehe ein großes Familienvermögen. Die Familie habe "keine wesentlichen privaten Vermögen mehr", erklärte sie. Das Geld habe die Familie in den vergangenen Jahren zur Stabilisierung in das Unternehmen gesteckt.

Schlecker hatte am Montag vergangener Woche offiziell Insolvenzantrag gestellt. Die Drogeriemarktkette strebt den Erhalt des Unternehmens, eines großen Teils der Filialen und damit auch der Arbeitsplätze an. Auch die Schlecker-Tochter IhrPlatz beantragte am Donnerstag Insolvenz.

(AFP)