Galaxy sei Dank Samsung erneut mit Rekordgewinnen

Seoul · Der Handel mit Smartphones beflügelt die Geschäfte des Elektronikherstellers Samsung. Der südkoreanische Konzern rechnet nach eigenen Angaben mit Rekordeinnahmen im dritten Quartal von 8,1 Billionen Won (rund 5,62 Milliarden Euro).

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Zwischen Juli und September habe sich das Geschäftsergebnis im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt, teilte Samsung am Freitag mit. Analysten rechneten indes mit einem Gewinnrückgang im kommenden Quartal.

Die Schätzung übertrifft die Erwartungen der Analysten, die bislang von 7,6 Billionen Won ausgegangen waren. Vor einem Jahr fuhr Samsung noch 4,25 Billionen Won ein. Den Umsatz für das abgelaufene Quartal schätzt Samsung auf 52 Billionen Won, 26 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die kompletten Quartalszahlen legt Samsung Ende des Monats vor.

Rund 60 Millionen Smartphones im dritten Quartal verkauft

Angeheizt wurde das Wachstum offenbar vor allem durch den guten Absatz von Smartphones. Der japanische Finanzberater Nomura Securities schätzt, dass Samsung in den vergangenen drei Monaten 60 Millionen Geräte verkauft hat. Das neue Flaggschiff des Konzerns, das Galaxy S III, wurde demnach rund 18 Millionen Mal verkauft.
Samsung gibt keine Quartalszahlen zum Verkauf einzelner Geräte heraus.

Für das vierte Quartal erwarteten Analysten indes einen leichten Gewinneinbruch. Grund dafür sind den Angaben zufolge die saisonbedingte sinkende Nachfrage an Halbleitern sowie die erwarteten erhöhten Marketingausgaben im Wettstreit mit den Konkurrenten Apple, Motorola, Nokia und LG Electronics.

Samsung ist derzeit der größte Hersteller von Smartphones, Speichermedien und Fernsehgeräten. 2011 überholte der Konzern erstmals die Konkurrenten von Apple und Nokia beim Absatz von Mobiltelefonen.

Samsung und Apple liefern sich seit Monaten einen weltweiten juristischen Schlagabtausch im Ringen um die Vorherrschaft auf dem Smartphone-Markt. Apple wirft den Koreanern vor, das iPhone kopiert zu haben. Samsung geht gegen Apple ebenfalls juristisch wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Patentrecht vor.

(dpa)