Ryanair-Streik am 12. Juli 2018: Airline streicht Flüge in Irland

Pilotenstreik: Ryanair streicht Flüge in Irland

Der irische Billigflieger Ryanair hat am Donnerstag Flüge in Irland gestrichen. Hintergrund ist der größte Pilotenstreik in der Geschichte des Unternehmens.

Ryanairs Heimatflughafen Dublin listete um 6 Uhr Ortszeit gestrichene Verbindungen zu 16 Zielen auf, darunter London, Birmingham und Manchester. Auch Flüge in die irische Hauptstadt Dublin fallen aus. Ryanair hatte bereits angekündigt, dass wegen des auf 24 Stunden angesetzten Streiks bis zu 30 seiner 290 Flüge an irischen Flughäfen nicht stattfinden würden.

Ryanair bezeichnete die drohenden Auswirkungen des Streiks in Irland als „begrenzt“. Allen Kunden würden Alternativen oder eine Rückerstattung der Ticketkosten angeboten. Betroffen sind vor allem Routen zwischen Irland und Großbritannien, auf denen Ryanair täglich mehrfach fliegt. Flüge in andere Länder sollen vom Pilotenstreik in Irland nicht betroffen sein, berichtet das Fachmagazin Airliners. Am Flughafen Düsseldorf landeten und starteten Ryanair-Maschinen am Vormittag planmäßig.

Die irische Gewerkschaft Forsa, zu der die irische Pilotengewerkschaft IALPA gehört, teilte auf Twitter mit, dass der Pilotenstreik wie geplant um 1 Uhr in der Nacht (Ortszeit) begonnen habe. Forsa hatte am Mittwochabend mitgeteilt, dass ein letztes Gespräch mit Ryanair nach nur „sehr geringe Fortschritte“ gebracht habe.

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Ende des Monats drohen dem Unternehmen weitere Streiks: In Belgien, Italien, Spanien und Portugal fordern Vertreter des Kabinenpersonals bessere Arbeitsbedingungen. Sollte die Fluggesellschaft keine Zugeständnisse machen, würden die Mitarbeiter aufgefordert, die Arbeit niederzulegen, kündigte die Gewerkschaft an.

Auch die an zehn deutschen Basen stationierten Ryanair-Piloten sollen darüber abstimmen, ob sie für ihre Forderungen nach höherer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen notfalls in einen unbefristeten Ausstand treten würden. Mit dem Ergebnis ist der deutschen Vereinigung Cockpit (VC) zufolge nicht vor Ende Juli zu rechnen. Im Dezember hatten Ryanair-Piloten in Deutschland die Arbeit für einige Stunden niedergelegt, ohne dass der Flugverkehr dadurch stärker gestört wurde.

(wer/dpa)
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