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Ryanair kündigt sinkende Ticket-Preise an - Kaufangebot für Alitalia

Irischer Billigflieger : Ryanair kündigt sinkende Ticketpreise an

Passagiere von Ryanair können sich wohl auf niedrigere Flugpreise freuen. Zudem hat der irische Billigflieger ein Angebot für die italienische Airline Alitalia abgegeben.

Angesichts des harten Wettbewerbs werde der durchschnittliche Ticketpreis im laufenden zweiten Quartal von Ryanairs Geschäftsjahr voraussichtlich um rund acht Prozent zurückgehen, sagte Konzernchef Michael O'Leary am Montag in Dublin bei der Vorlage von Quartalszahlen. Zwischen April und Ende Juni war der Preis noch um ein Prozent gestiegen.

Europas größter Billigflieger hat dank eines starken Sommergeschäfts und eines späten Termins des reisestarken Osterwochenendes ein glänzendes erstes Quartal hingelegt. In den ersten drei Monaten des bis Ende März 2018 laufenden Geschäftsjahres stieg der Gewinn um 55 Prozent auf 397 Millionen Euro - das sind gut 50 Millionen mehr, als Experten vorausgesagt hatten.

Der Umsatz legte dank stark gestiegener Passagierzahlen um 13 Prozent auf 1,91 Milliarden Euro zu. Zudem bekräftigte der Air-Berlin- und Lufhansa-Konkurrent seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr. Demnach soll das Ergebnis auf 1,4 bis 1,45 (Vorjahr: 1,32) Milliarden Euro steigen.

Ryanair hat eine Offerte für die angeschlagene italienische Fluglinie Alitalia abgegeben. Der irische Konzern habe ein unverbindliches Angebot eingereicht, sagte Finanzchef Neil Sorahan am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Er könne nicht viel mehr sagen.

Ryanair-Chef Michael O'Leary hatte im Juni erklärt, falls sich die Iren für eine Investition bei Alitalia entschieden, würde Ryanair eine Mehrheit an der angeschlagenen Fluglinie anstreben.

Flugzeuge der italienischen Airline Alitalia. Foto: dpa

Die Regierung in Rom hatte Mitte Mai den Startschuss für den Verkaufsprozess der unter Sonderverwaltung stehenden Airline gegeben. Die Frist für die Einreichung nicht bindender Offerten lief am Freitag ab. Nach Angaben eines Insiders sind etwa zehn Kaufangebote eingegangen.

(csr/dpa/REU)