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Energieriese unter Druck: RWE muss 3,3 Milliarden Euro zusätzlich abschreiben

Energieriese unter Druck : RWE muss 3,3 Milliarden Euro zusätzlich abschreiben

Der Energiekonzern RWE muss zusätzliche Milliarden abschreiben. Der zusätzliche Wertberichtigungsbedarf im vierten Quartal 2013 betrage circa 3,3 Milliarden Euro, teilte RWE in Essen am Dienstag mit.

Ein großer Teil der Abschreibungen - 2,9 Milliarden Euro - betreffe die konventionelle Stromerzeugung: Erdgas- und Steinkohlekraftwerke stünden derzeit in ganz Europa unter hohem wirtschaftlichem Druck, erklärte RWE-Chef Peter Terium.

Die Produktion erneuerbarer Energien ist günstiger. RWE hatte bereits in den ersten neun Monaten des Jahres 2013 insgesamt 1,4 Milliarden Euro abschreiben müssen.

Die neue Abschreibung verringert den Nettogewinn für 2013, wie RWE mitteilte. Terium versicherte, der Konzern reagiere bereits auf die "schwierige Ertragslage" und senke weiterhin konsequent die Kosten seines Kraftwerkparks.

Im November hatte RWE bereits angekündigt, bis 2016 insgesamt 6700 Stellen zu streichen, 4700 auf dem Heimatmarkt. Terium sagte, das traditionelle Geschäftsmodell breche RWE unter den Füßen weg.

(AFP)