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China: Provinz erwägt Schadenersatz-Klage gegen Mattel

China : Provinz erwägt Schadenersatz-Klage gegen Mattel

Peking (RPO). Eine chinesische Provinz, in der viele Spielzeug-Fabriken angesiedelt sind, denkt über eine Klage gegen den US-Konzern Mattel wegen Rufschädigung nach. Viele Fabriken in der südchinesischen Provinz Guangdong sollen viel Geld verloren haben, nachdem Mattel mehr als 20 Millionen in China hergestellte Spielzeuge zurückgerufen habe.

Das sagte der Handelsdirektor der Provinz, Chen Lipeng, der Staatszeitung "China Daily". "Der Ruf der chinesischen Spielzeug-Industrie wurde beschädigt", sagte Chen. "Eine einfache Entschuldigung kann die Verluste nicht kompensieren."

Mattel hatte sich erst nach wochenlangem Wirbel um die Spielzeug-Rückrufe bei der chinesischen Regierung entschuldigt. Dabei hatte Mattel die Hauptschuld für die Mängel auf sich genommen und die chinesischen Fabrikanten entlastet. Die Spielzeuge, die auch in Deutschland verkauft worden waren, waren wegen bleihaltiger Farbe und leicht verschluckbaren Teilen zurückgerufen worden.

Noch sei unklar, ob eine solche Verleumdungsklage in den USA eingereicht werde. Dazu bedürfte es umfangreicher Vorarbeiten, sagte Chen. An einer solchen Klage, von der chinesische Anwälte Schadenersatzzahlungen in Millionenhöhe erwarten, könnten sich auch chinesische Spielzeug-Fabriken beteiligen.

(afp)