Windanlagen-Finanzierer: Prokon gründet angeblich Genossenschaft

Windanlagen-Finanzierer: Prokon gründet angeblich Genossenschaft

Der angeschlagene Windanlagen-Finanzierer Prokon gründet nach Medieninformationen eine Genossenschaft.

Drei Prokon-Führungskräfte haben einem Bericht des Bremer "Weser-Kuriers" eine vorläufige Satzung für die geplante "Prokon Genossenschaft für eine lebenswerte Zukunft eG" unterzeichnet: die Geschäftsführer Carsten Rodbertus und Henning Mau sowie Vertriebsleiter Rüdiger Gronau.

Die Rechtsform solle jedoch keine Notlösung für den Fall einer Insolvenz sein, sondern Teil der vorgesehenen Strukturveränderungen bei Prokon, schreibt das Blatt unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Mit der Neugründung entsteht laut Genossenschaftsverband "eine bereits geschäftsfähige Genossenschaft mit dem Zusatz i.G. (in Gründung)". Um das Verfahren abzuschließen, müsse die Genossenschaft ihre vollständige Satzung noch durch den Genossenschaftsverband genehmigen lassen.

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Ende Februar hatte der vorläufige Prokon-Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin noch Spekulationen über eine anstehende Umwandlung der Unternehmensgruppe in eine Genossenschaft zurückgewiesen. Eine Umwandlung in eine andere Rechtsform während des laufenden vorläufigen Insolvenzverfahrens sei nicht möglich, hieß es damals.

Im Januar hatte der Itzehoer Windanlagen-Finanzierer eine vorläufige Insolvenz angemeldet. 75 000 Anleger hatten Prokon etwa 1,4 Milliarden Euro Kapital zur Verfügung gestellt. Ob Prokon tatsächlich insolvent ist, soll sich bis Ende April entscheiden.

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(dpa)
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