Prinzenrolle: Griesson - de Beukelaer verlagert Produktion nach Thüringen

270 Mitarbeiter betroffen: Doppelkeks-Produktion wird von Kempen nach Kahla verlagert

Ende einer jahrzehntelangen Tradition: Die Doppelkeks-Produktion soll bis Ende 2020 von Kempen ins thüringische Kahla verlagert werden. Davon sind 270 Mitarbeiter betroffen.

Griesson-de Beukelaer verlagert die gesamte Doppelkeks-Produktion bis Ende 2020 nach Kahla (Thüringen). Grund dafür seien „notwendige Investitionen in neue, flexible und effizientere Produktionslinien sowie in weitere Logistikkapazitäten“, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Diese Modernisierung sei aufgrund baulicher und technischer Einschränkungen in Kempen wirtschaftlich nicht realisierbar. Zudem fehle Platz für Palettenstellplätze.

Den 270 Mitarbeiter in Kempen sollen nach den Worten von GdB-Gesellschafter Andreas Land nach Kahla oder an andere Griesson-Standorte (Polch in Rheinland-Pfalz, Wurzen in Sachsen) wechseln können. Das Werk in Thüringen ist nach Angaben de Beukelaers eine der modernsten Keksfabriken Europas und beschäftigt 435 Mitarbeiter. Dort seien ausreichende Erweiterungsmöglichkeiten vorhanden. Die Verlagerung der Produktion soll im Herbst 2019 beginnen und sukzessive erfolgen. Nach Unternehmensangaben setzte Griesson-de Beukelaer im vergangenen Jahr mit 2100 Beschäftigten rund 501 Millionen Euro um.

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In Kempen ist de Beukelaer seit 1955 ansässig. Damals eröffnete Edouard de Beukelaer dort die Flämische Keksfabrik. „Wir wissen, dass dieser Schritt eine Zäsur für Kempen bedeutet“, erklärte Andreas Land. Er versprach einen „fairen Sozialplan sowie ein Freiwilligenprogramm“ für diejenigen, die die Weiterbeschäftigungs-Angebote nicht nutzen können oder wollen.

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