Streik abgewendet Verdi-Mitglieder stimmen Post-Tarifvertrag mit großer Mehrheit zu

Berlin/Bonn · Die Deutsche Post und die Gewerkschaft Verdi hatten sich Mitte März auf einen neuen Tarifvertrag für die 160.000 Beschäftigten des Logistikkonzerns geeinigt. Jetzt haben die Verdi-Mitglieder final über das Ergebnis abgestimmt.

Ein DHL Paketzusteller nimmt sich die Sendungen für seinen Zustellbezirk in einer Zustellbasis vom Band, um sie dann in sein Fahrzeug zu verladen.

Ein DHL Paketzusteller nimmt sich die Sendungen für seinen Zustellbezirk in einer Zustellbasis vom Band, um sie dann in sein Fahrzeug zu verladen.

Foto: dpa/Jan Woitas

Ein Streik bei der Deutschen Post ist abgewendet. Die Verdi-Mitglieder beim Bonner Logistikriesen stimmten mit großer Mehrheit dem Mitte März ausgehandelten Tarifvertrag für die rund 160 000 Tarifbeschäftigten zu, wie die Gewerkschaft am Freitag mitteilte. In der Urabstimmung votierten 61,7 Prozent der Befragten für die Annahme des Tarifergebnisses. Auch die Verdi-Tarifkommission habe auf ihrer Sitzung am Freitag dem Tarifergebnis zugestimmt. „Damit tritt der Tarifvertrag in Kraft.“

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren bis Ende 2024. Er sieht eine Sonderzahlung zum Inflationsausgleich von insgesamt 3000 Euro netto für die Beschäftigten vor, gezahlt über 15 Monate. Davon sollen 1020 Euro im April gezahlt werden, der Rest monatlich verteilt bis März 2024. Ab dem 1. April 2024 erhalten dann alle Beschäftigten monatlich 340 Euro mehr. Dies bedeutet laut Post eine durchschnittliche Lohnerhöhung um 11,5 Prozent.

„Die deutliche Zustimmung zum Tarifergebnis zeigt, dass wir mit unserem Ziel, insbesondere für die unteren Entgeltgruppen einen Inflationsausgleich zu schaffen, richtig lagen“, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis.

(mzu/dpa)
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