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Logistikkonzern gibt Zahlen bekannt: Post meldet Rekord bei Paketzustellung

Logistikkonzern gibt Zahlen bekannt : Post meldet Rekord bei Paketzustellung

Die Deutsche Post DHL hat im vergangenen Jahr in der Bundesrepublik so viele Pakete ausgeliefert wie noch nie. Kurz vor Weihnachten sei erstmals die Marke von sieben Millionen bearbeiteter Sendungen pro Tag übertroffen worden, berichtete der Finanzvorstand des Konzerns, Larry Rosen, am Montag.

Der Bonner Logistikkonzern profitierte dabei vom E-Commerce-Boom, der die Zahl der Warensendungen drastisch steigen ließ. Und ein Ende des Wachstums ist nach Einschätzung des Unternehmens nicht in Sicht. "Der Anteil des Onlinehandels am Gesamtkonsum wird sich nach unserer Einschätzung von heute sieben Prozent in den nächsten Jahren in Richtung 20 Prozent bewegen", sagte Rosen. Die Post rechne deshalb bis zum Jahr 2020 mit einem jährlichen Wachstum des Paketmarkts um fünf bis sieben Prozent. Davon werde der "gelbe Riese" als Marktführer besonders stark profitieren.

Die Post sei mit dem Jahr 2012 "sehr zufrieden", sagte der Finanzvorstand. Er bekräftige die bisherige Prognose, wonach das operative Konzernergebnis 2012 zwischen 2,6 und 2,7 Milliarden Euro liegen soll. Die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr will das Unternehmen am 5. März vorlegen.

"2013 wird kein einfaches Jahr"

Die Deutsche Post startet allerdings vorsichtig ins neue Jahr. Angesichts der unsicheren Konjunktur stehe fest, dass 2013 "wohl kein einfaches Jahr" werde, sagte Finanzvorstand Larry Rosen anlässlich einer Investorenveranstaltung am Montag in New York.

Unterdessen will die Post Wachstumschancen in den Schwellenländern weiter nutzen. Schon heute ist der Dax-Konzern in den asiatischen Wachstumsmärkten stark vertreten. Während die Konkurrenten UPS und FedEx ihre Gewinnpläne im vergangenen Jahr zusammenstreichen mussten, schraubte die Post die Erwartungen sogar noch herauf.

Für seine mittelfristigen Ziele sieht Rosen den Konzern im Plan. So sollen die DHL-Sparten ihren operativen Gewinn bis zum Jahr 2015 auf 2,7 bis 2,9 Milliarden Euro steigern. Das ist mehr als der Konzern heute einschließlich des Briefgeschäfts auf dem Heimatmarkt verdient. Die Briefsparte, zu dem auch das deutsche Paketgeschäft zählt, soll ihren operativen Gewinn bei mindestens einer Milliarde Euro stabilisieren. Damit soll das Konzern-EBIT auf 3,35 bis 3,55 Milliarden Euro klettern.

(dpa/APD/felt)