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Plus von 64 Prozent: Gastgewerbe-Umsatz erholt sich im Juni

64 Prozent Umsatzplus : Gastgewerbe nimmt im Juni deutlich mehr ein

Gastronomiebetriebe profitierten im Juni stark von den Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Von Normalität ist das Gewerbe allerdings noch weit entfernt.

Die Lockerung von Corona-Schutzmaßnahmen hat Hotels und Gaststätten im Juni zu einem Umsatzsprung verholfen. Das Gastgewerbe nahm 63,5 Prozent mehr ein als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Im Vergleich zum Februar 2020 - dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland - fiel der Umsatz allerdings um 42,1 Prozent niedriger aus. Auch in der Halbjahresbilanz klafft ein großes Loch: Von Januar bis Juni fielen die Einnahmen um 38,4 Prozent geringer aus als im Vorjahreszeitraum.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) sieht noch lange keine Rückkehr zur Normalität. Er beklagt aufgrund der Abstandsgebote und anderer Corona-Schutzmaßnahmen weiter massive Umsatzausfälle. Diskotheken und Clubs etwa dürfen nach wie vor nicht öffnen. Auch die Stadt- und Tagungshotellerie sowie Event-Caterer leiden, weil Kongresse, Messen und Veranstaltungen derzeit nicht stattfinden.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus hatte die Politik ab Mitte März Übernachtungen von Touristen in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben untersagt. Ab dem 22. März waren Gaststätten mit Ausnahme von Abhol- und Lieferservices geschlossen. Seit Mitte Mai wurden die Einschränkungen dann nach und nach wieder gelockert. Die Geschäfte belebten sich bereits im Mai etwas.

(cpas/Reuters/dpa)