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General Motors: Opel schreibt hohen Millionenverlust

General Motors : Opel schreibt hohen Millionenverlust

Der kriselnde Autohersteller Opel hat auch im vergangenen Jahr einen hohen Millionenverlust eingefahren. Wie die US-Muttergesellschaft General Motors (GM) am Donnerstag in Detroit mitteilte, machte sie 2011 im Europageschäft mit Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall ein Minus von 747 Millionen US-Dollar (570 Millionen Euro). Der GM-Gesamtkonzern hingegen schloss das Jahr mit 7,6 Milliarden Dollar Gewinn ab.

Der Opel-Gesamtbetriebsrat betonte am Donnerstag, der Verlust sei viel kleiner als noch im Vorjahr. 2010 habe er noch zwei Milliarden Dollar betragen - somit sei das Ergebnis 2011 um 1,3 Milliarden Dollar besser. Um Opel auf eine "nachhaltige Geschäftsgrundlage" zu stellen, müssten Material- und Produktionskosten gesenkt und der Zugang zu neuen Märkten ausgeweitet werden, forderte Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug.

Debatte um Opel-Werk Bochum

In den vergangenen Tagen war schon spekuliert worden, das Opel-Werk in Bochum könne wegen des andauernden Verlusts von Opel geschlossen werden, um Kosten zu sparen. Bestätigt wurden diese Gerüchte am Donnerstag nicht. Opel hatte als Teil seiner Sanierung bereits das Werk im belgischen Antwerpen geschlossen.

GM war in der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise ins Wanken geraten und konnte nur durch staatliche Milliardenhilfen am Leben gehalten werden. Mittlerweile knüpft der Traditionskonzern aber wieder an frühere Zeiten an. Der Umsatz kletterte um elf Prozent auf rund 150 Milliarden Dollar nach oben, der Gewinn von 4,7 Milliarden Dollar 2010 auf 7,6 Milliarden Dollar 2011, wie das Unternehmen mitteilte.

In den letzten drei Monaten 2011 stagnierte der Gewinn mit 500 Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar. Grund dafür waren laut GM aber vor allem die schwachen Zahlen von Opel und Vauxhall, die im vergangenen Quartal allein einen Verlust von 600 Milliarden Dollar einfuhren.

Im Europageschäft müsse angepeilt werden, dass schnell die Gewinnschwelle erreicht werde, erklärte GM-Chef Dan Akerson. Der Finanzchef des Konzerns, Dan Ammann, betonte, dass der Konzern künftig im Europageschäft bessere Gewinnmargen erzielen müsse.

GM hatte Ende 2011 den Titel des nach Verkaufszahlen weltweit größten Autoherstellers von Toyota zurückerobert. Der Konzern geht zuversichtlich in das neue Jahr: GM erwartet, seine Umsatzerlöse in einer wachsenden globalen Autoindustrie Jahr für Jahr steigern zu können. "Wir setzen einen aggressiven Produktplan um, der den Kunden überall auf der Welt noch mehr Gründe geben wird, ein Auto von General Motors zu kaufen", erklärte Ammann.

(AFP)