Unternehmensstrategie "Drive Opel 2022": Opel arbeitet an neuem 10-Jahres-Plan

Unternehmensstrategie "Drive Opel 2022" : Opel arbeitet an neuem 10-Jahres-Plan

Mit neuen Modellen und niedrigeren Kosten will der Autobauer Opel wieder an frühere Erfolge anknüpfen. Das sei Teil der neuen Unternehmensstrategie "Drive Opel 2022", sagte Opel-Interims-Chef Thomas Sedran.

Interimschef Thomas Sedran schließt einen massiven Markteintritt der Marke Opel auf dem boomenden chinesischen Automarkt aus. "Autos in Preissegmenten, in denen wir zu Hause sind, lassen sich nur sehr schwer in diese weit entfernten Märkte exportieren", sagte Sedran der Nachrichtenagentur dpa.

Zwar werde Opel künftig auch in China mehr Autos verkaufen als heute. Der Hersteller setzt auf dem Riesenmarkt gerade einmal 5000 Wagen ab. Auf breiter Front werde die Marke Opel in China aber nicht eingeführt:
"Dann müsste Opel aus meiner Sicht ein neues Werk dort installieren und zusätzlich Hunderte von Millionen in Werbung investieren."

"Um die ganz großen Erfolge zu feiern, werden wir weiter hart arbeiten müssen. Wir werden eine ganze Reihe von neuen Fahrzeugen in den Markt bringen, mit denen wir Lücken in unserem Portfolio schließen und in Wachstumssegmente vorstoßen." Zu den zuletzt vernachlässigten Segmenten gehören etwa die Bereiche Kleinwagen und Sport-Geländewagen (SUV).

Dazu gehören etwa die Bereiche Kleinwagen und Sport-Geländewagen (SUV). Diese Lücken werden schon sehr bald geschlossen: "Mit Mokka und Adam bringen wir zwei Fahrzeuge in zwei sehr schnell wachsenden Segmenten, die auch in dieser Konjunkturlage noch wachsen", sagte Sedran.

Zudem sei unter dem Adam noch ein Kleinstwagen (Citycar) geplant. Und im März 2013 will Opel wieder ein Cabrio namens Cascada in den Verkauf bringen, sagte Sedran: "Es wird ein eigenständiges Modell sein, größer als der Astra und kleiner als der Insignia."

Große Limousinen plant Opel hingegen nicht: "Das Segment oberhalb des Insignia schrumpft eher. Ein weiteres Angebot in einem schrumpfenden Segment auf den Markt zu bringen, macht im Moment wenig Sinn."

Zugleich will Opel bei den Kosten den Rotstift ansetzen: Beim Personal, aber vor allem bei der Fahrzeugproduktion. "Da geht es um weit mehr als bei den Lohnkosten, hier werden wir die wesentlichen Effekte erzielen", sagte Sedran.

Opel habe seine Fahrzeuge jahrelang mit teuren Anforderungen gebaut, die andere Hersteller nicht hätten - auch nicht im deutschen Oberklasse-Bereich. Zudem werde aktuell mit dem Betriebsrat über den Abbau von Bürokratie und die Verschlankung von Strukturen auch im Management diskutiert.

Hier geht es zur Infostrecke: 1948 bis 2012: Die Opel-Chefs im Überblick

(dpa)
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