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OP-Maske, FFP2, KN95: Wirkung, Preise & Regeln - die wichtigsten Infos

Handel, Preise, Regeln : Was Sie jetzt über medizinische Masken wissen müssen

OP, FFP, P95: Was Sie zur neuen Maskenpflicht wissen müssen

In einigen Onlineshops gibt es bereits keine FFP2-Masken mehr. Rossmann verkauft in seinen Filialen nur noch ein Paket pro Kunde. Bei den Preisen gibt es große Unterschiede.

Die Alltagsmaske aus Stoff reicht in manchen Bereichen künftig nicht mehr aus. Beim Einkauf und im Nahverkehr setzen Bundesregierung und Länder auf medizinische Masken, also FFP2-Masken oder die sogenannte OP-Maske. Der Handel ist vorbereitet, Engpässe können aber nicht ausgeschlossen werden. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

  • Welche Masken darf man jetzt noch tragen?

Im Nahverkehr und beim Einkaufen wird das Tragen einer Medizinischen Gesichtsmasken (OP-Maske) oder einer FFP2-Maske Pflicht. Auch Masken mit der Kennzeichnung KN95 und N95 sind weiterhin erlaubt.

  • Was ist der Unterschied zwischen medizinischen Masken und FFP2?

Ministerpräsident Armin Laschet attestierte in seiner Pressekonferenz medizinischen Masken und FFP2-Masken einen „ vergleichbaren Standard“. Das stimmt  aus medizinischer Sicht nicht.  Der wesentliche Unterschied zwischen beiden Typen ist der Schutz des Trägers vor den feinsten Schwebepartikeln in der Luft, den Aerosolen. Eine  OP- oder medizinische Gesichtsmaske gewährleistet dies nicht. Sie muss zwar als Medizinprodukt gekennzeichnet sein und besteht meist aus mehreren Lagen Stoff oder Baumwolle, von denen einige eine Filterwirkung haben. Und auch die äußere Schicht ist flüssigeitsabweisend. Sie schützt Menschen in der nahen Umgebung effektiv vor Tröpfchen, die der Maskenträger etwa beim Sprechen oder Husten aus Mund und Nase abgibt. Auch seine Aerosole werden nach vorne hin ausgebremst. 

Aber: Den Träger selbst bewahrt eine medizinische Maske nur in sehr geringem Maße  vor dem Einatmen von Aerosolen. Dazu braucht es mindestens eine FFP2-Maske. FFP steht für „Filtering Face Piece". Sie schützt vor Aerosolen, Rauch und Feinstaub in der Atemluft. Eine europaweite Norm (EN 149) regelt die Qualität dieser Masken. Sie filtern 94 Prozent der Partikel aus der Luft, auch kleinste Tröpfchen. Beide Maskentypen werden geprüft, die CE Kennzeichnung auf der Verpackung (OP-Maske) bzw. auf der Maske selbst (FFP2-Maske) zeigt an, dass die gesetzlichen Normen erfüllt werden. Für beide Maskentypen gilt: Sie bieten nur einen vernünftigen Schutz, wenn sie richtig getragen werden – also über Mund und Nase und eng anliegend.

  • Gibt es genug Masken?

Laut Apothekerverband Nordrhein gibt es aktuell keine Lieferschwierigkeiten. Drogeriemarkt Rossmann hätte sich derweil mehr Vorlaufzeit gewünscht. Man arbeite mit Hochdruck daran, dem steigenden Bedarf gerecht zu werden. Trotzdem könne es, bei plötzlich stark erhöhter Nachfrage, zu Engpässen kommen. Als Konsequenz hat man die Abgabe bereits beschränkt: Ein Kunde kann bei Rossmann nur noch ein Paket FFP2-Masken kaufen. Für OP-Masken gilt diese Beschränkung nicht. Auch bei DM nimmt man eine „abrupt gestiegene Nachfrage“ wahr. Es kann sein, „dass an vielen Standorten und auch im Onlineshop FFP2 Masken temporär ausverkauft sind“, heißt es aus der Pressestelle. Im Onlineshop waren am Mittwochnachmittag bereits keine FFP2-Masken mehr bestellbar, auch die meisten OP-Masken waren vergriffen. Discounter Kodi ist nach eigenen Angaben gut aufgestellt. Man habe alleine die Stückzahl der FFP2-Masken um eine halbe Millionen Exemplare aufgestockt, heißt es.

  • Wie teuer sind die Masken?

Die Preise für Masken variieren stark. In einigen Discountern, Drogeriemärkten und im Internet gibt es FFP2-Masken teilweise für unter einen Euro, meistens kosten sie pro Stück rund 1,50 Euro. In Apotheken liegen die Preise oft deutlich darüber, laut Apothekerverband Nordrhein bei zwei bis sechs Euro pro Stück. Die OP-Masken sind günstiger. Sie liegen bei 50 bis 70 Cent. Einen Preisanstieg wird es zumindest bei DM und Kodi vorerst nicht geben, teilen die Unternehmen mit.

  • Was heißt das für Stoffmasken?

Die sind im Nahverkehr und im Einzelhandel künftig nicht mehr erlaubt. Sogenannte Alltagsmasken bieten zwar einen gewissen Schutz, werden aber nicht einheitlich geprüft. Die Bundesregierung geht daher von einer geringeren Schutzwirkung aus. Im privaten Bereich und an der frischen Luft können sie aber weiter eine Ergänzung zu medizinischen Masken sein.