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Nach Insolvenz: Lufthansa konkretisiert Angebot für Teile von Air Berlin

Insolvenz der Fluggesellschaft : Noch kein Verkauf von Air Berlin

Die Gläubigerausschüsse von Air Berlin und ihrer Technik-Tochter haben ihre ersten Sitzungen am Mittwochnachmittag beendet. Vorerst wird es keine Zerschlagung geben. Die Lufthansa hat ihr Angebot konkretisiert.

"Die Ausschüsse haben einstimmig die weitere Betriebsfortführung sowie die Weiterführung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beschlossen", teilte der Generalbevollmächtigte von Air Berlin in dem Insolvenzverfahren, Frank Kebekus, anschließend in Berlin mit. Die weiteren Verhandlungen würden mit Hochdruck vorangetrieben.

"Unser Ziel ist und bleibt, zügig zu tragfähigen Abschlüssen zu kommen und so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten", fügte er hinzu. Über den Verkauf von Unternehmensteilen wurde demnach nicht entschieden.

Der Ausschuss hatte sich am Morgen in Berlin konstituiert. Bei dem Treffen ging es zunächst um Formalien, verlautete aus Teilnehmerkreisen. So müsse das Gremium der Fortsetzung des Flugbetriebs zustimmen. Zudem sollte ein Zeitplan für die nächsten Schritte festgelegt werden. "In keinem Fall" werde es Entscheidungen zur Käuferauswahl geben, meinte auch diese Quelle.

Lufthansa hatte am Dienstag vergangener Woche über Verhandlungen zu Teilen der insolventen Air Berlin berichtet. Als weitere Interessenten gelten Easyjet und die Thomas-Cook-Tochter Condor. Der Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl will Air Berlin als Ganzes kaufen.

(veke)