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Nach Katastrophe in Bangladesch: Modeketten kündigen Konsequenzen an

Nach Katastrophe in Bangladesch : Modeketten kündigen Konsequenzen an

Als Konsequenz aus dem Einsturz des Geschäftsgebäudes in Bangladesch mit mehr als 1000 Toten haben zahlreiche internationale Modeketten Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in dem Land angekündigt.

Diverse Modemarken wollen eine Übereinkunft unterzeichnen, in der sie sich zu unabhängigen Sicherheitsinspektionen, zur Veröffentlichung der Berichte über die Zustände in den Fabriken sowie zur Übernahme der Kosten von Renovierungsarbeiten verpflichten. Ihre Teilnahme angekündigt haben die schwedische Kette H&M, die den größten Teil der Bekleidungsproduktion von Bangladesch aufkauft, sowie die Firmen C&A, Primark, Tesco und Inditex, zu der die Zara-Kette gehört.

Bereits im vergangenen Jahr hatten PVH, das für Calvin Klein, Tommy Hilfiger und Izod produziert, sowie die deutsche Tchibo-Kette eine entsprechende Selbstverpflichtung unterzeichnet. Nach Schätzungen einer internationalen Arbeitsrechtsorganisation fallen damit unter diese Übereinkunft erst zwischen 10 und 20 Prozent der rund 5000 Bekleidungsfabriken in dem Land. Nicht dabei von den großen Modehändlern sind bislang die US-Supermarkt-Kette Wal-Mart, nach H&M zweitgrößter Kunde in Bangladesch, sowie Gap.

Knapp drei Wochen nach dem verheerenden Einsturz hatte das Militär am Montag die Bergungsarbeiten eingestellt. Den Tag über hatten Soldaten in den Trümmern des ehemals achtstöckigen Hauses, in dem sich fünf Textilfabriken befanden, keine einzige Leiche mehr geborgen.

Bei dem Unglück vom 24. April in Savar, einem Vorort von Dhaka, kamen nach offiziellen Zahlen insgesamt 1127 Menschen ums Leben.

(ap/jre)