Verbraucherumfrage: Miese Geschmacksbilanz für McDonald's in den USA

Verbraucherumfrage : Miese Geschmacksbilanz für McDonald's in den USA

Der Burger von McDonald's ist so schlecht wie kein anderer. Das zumindest sagen Verbraucher in den USA. Nicht nur deswegen kämpft das Unternehmen in den USA und Deutschland mit Umsatzrückgängen.

Gebratenes Rindfleisch eingeklemmt zwischen zwei Brötchenhälften: Der Hamburger hat McDonald's weltweit zu Erfolg und Umsatz verholfen. Umso tragischer, dass genau jene Burger in den USA ein Ranking als schlechtestes Produkt auf dem Markt anführen.

Die amerikanische Verbraucherzeitschrift "Consumer Reports" hatte 32.405 Personen befragt, mehr als 96.000 Gerichte aus den Segmenten Burger, Burritos, Pizza und Hähnchen-, sowie Asia- und Tex-Mex-Gerichte wurden bewertet und der Geschmack auf einer Skala von eins bis zehn eingeordnet. Dabei erreicht McDonald's im Durchschnitt 5,8 Punkte und landet im Ranking auf Rang 21 - dem letzten Platz. Schwacher Trost für den Burger-Giganten: auch Burger King oder die Kette Wendy's erreichen weniger als sieben Punkte und schnitten damit mies ab.

Gewinner sind die eher regionalen Burger-Bräterein. Geht es um den Geschmack, rücken US-Ketten wie Five Guys Burgers and Fries, Smashburgers oder Fuddruckers auf die vorderen Ränge vor. Sie beschränken sich im wesentlichen auf das Angebot von Hamburgern und Pommes. Angeführt wird das Ranking mit durchschnittlich 8,1 Punkten vom The Habit Burger Grill und der Kette In-N-Out-Burger.

Generell würden die Amerikaner im Vergleich zu einem Ranking aus den vergangenen Jahren verstärkt Wert auf die Qualität des Essens legen. Der Preis sei bei der Wahl einer Fast-Food-Kette weniger entscheidend. Ebenso das Angebot von vermeintlich gesünderen Produkten wie Salaten oder Wraps. Fast-Food-Liebhaber wollen eben Frittiertes und weniger Gesundes, wenn sie sich einmal für den Gang ins Schnellrestaurant entscheiden.

Druck durch Umsatzrückgang bei McDonald's

Für McDonald's dürfte die Verbraucher-Umfrage lediglich eine weitere Negativ-Schlagzeile sein. Vielmehr zu schaffen macht dem Unternehmen ein vorsichtiger aber andauernder Umsatzrückgang in den USA und Deutschland.

Die Verkaufsrate von McDonald's-Produkten in den USA sank im ersten Quartal des Jahres um 1,7 Prozent, der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent zurück. Zwar sieht die Bilanz auf dem europäischen Markt mit einem Zuwachs von sechs Prozent besser aus, in Deutschland dauert jedoch eine Umsatzflaute an. Schon 2013 lag das Minus in Deutschland erstmals seit Start der Kette in den 1970er Jahren "im mittleren einstelligen Prozentbereich" und bei etwa 150 Millionen Euro.

McDonald's-Vorstandschef Don Thompson begründet die wirtschaftliche Situation mit "andauernden Herausforderungen" und will mit verbessertem Service die Kundenzufriedenheit und letztlich den Umsatz steigern.

Hier geht es zur Bilderstrecke: McDonald's wirbt mit Köln-Düsseldorf-Hassliebe

(apd)
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