Metro will bis 2020 jährlich zwei Milliarden investieren

Neue Wachstumsziele : Metro will bis 2020 jährlich zwei Milliarden investieren

Der Handelskonzern Metro will nach Jahren des Umbaus auf Wachstum schalten. Metro werde bis 2020 die jährlichen Investitionen von zuletzt 1,2 Milliarden Euro auf rund zwei Milliarden Euro in die Höhe fahren, kündigte Konzernchef Olaf Koch in Berlin an.

Das Unternehmen soll zudem profitabler arbeiten, die Gewinn-Marge von 2,7 auf über 3,5 Prozent steigen, versprach Koch. Auch beim Umsatz hat sich Koch ein neues Ziel gesteckt: er soll bis zum Ende des Jahrzehnts auf vergleichbarer Fläche jährlich um mehr als zwei Prozent zulegen - im vergangenen Geschäftsjahr 2013/14 hatte Metro hier ein minimales Plus von 0,1 Prozent ausgewiesen. Zur Metro gehören neben Großmärkten auch die Warenhauskette Kaufhof, Europas größter Elektronikhändler Media-Saturn sowie die Real-Supermärkte.

Koch hatte in den vergangenen Jahren im weit verzweigten Metro-Reich aufgeräumt und sich von Beteiligungen etwa in Osteuropa getrennt. Er will den Konzern auf das Großmarktgeschäft und Media-Saturn konzentrieren. Der Manager hatte 2012 bei Metro das Ruder übernommen. In Zukunft will Koch verstärkt auf Zukäufe setzen. Der Konzern prüfe den Eintritt in neue Märkte, spätestens 2017 könnte Metro in neuen Ländern aktiv werden, sagte er. Derzeit beschäftigt sich Koch aber noch mit Verkaufsplänen. Er hatte angekündigt, die Warenhauskette Kaufhof habe auf Dauer keinen Platz unter dem Dach der Metro, ihr Konzept lasse sich nicht international ausweiten.

Die Duisburger Familienholding Haniel bleibt der Metro vorerst als Großaktionär erhalten, baut ihren Anteil aber weiter ab. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag verkaufte Haniel Metro-Aktien im Wert von knapp 500 Millionen Aktien über die Börse. Dadurch sinkt der Anteil an der Metro von 30 auf rund 25 Prozent. Daneben will Haniel eine fünfjährige Umtauschanleihe auf Metro-Aktien begeben, durch die die Beteiligung bis 2020 bis auf 21 Prozent abschmelzen könnte. Koch wollte die Transaktion von Haniel nicht kommentieren.

(REU)
Mehr von RP ONLINE