Pandemie trifft Handelskonzern Metro macht 131 Millionen Euro Verlust

Düsseldorf · Der Handelskonzern wird durch die Folgen der Corona-Krise schwer getroffen. Der Umsatz sinkt um 15 Prozent, weil die meisten Hoteliers und Gastronomen wegen des Lockdowns geschlossen haben.

              

             

Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Die Pandemie hat den Handelskonzern Metro im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21, das im September endet, schwer getroffen. Das Unternehmen machte in diesem Zeitraum rund 131 Millionen Euro Verlust, etwa 50 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresquartal. Der Umsatz ist nach Angaben des Unternehmens zwischen Januar und März um 15 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro gesunken; währungsbereinigt betrug das Minus immer noch knapp zwölf Prozent. Im gesamten ersten Halbjahr sanken die Erlöse um fast ein Sechstel auf 11,4 Milliarden Euro.

Vor zwei Wochen hatte die Metro wegen der länger andauernden Lockdown-Phase bereits ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2020/21 nach unten korrigiert. Verringerung des bereinigten operativen Gewinns (Ebitda) um 50 Millionen bis 175 Millionen Euro sowie ein Umsatzrückgang zwischen drei und sechs Prozent lautet die neue Prognose für 2020/2021. „Die Auswirkungen der Pandemie haben seit Mitte März des vergangenen Jahres zahlreiche Unternehmen weltweit und insbesondere unsere Kunden bei Hoteliers, Restaurants und Caterern vor noch nie dagewesene Herausforderungen gestellt“, erklärte Finanzvorstand Christian Baier am Dienstagabend. Der Vorstand gehe davon aus, dass „umfassende Wiedereröffnungen von Gastronomie und Tourismus zwischen Juni und August erfolgen könnten, gefolgt von einer schnellen und substanziellen Erholung der Branche“, so Baier.

Der Start des neuen Konzernchefs Steffen Greubel, der sein Amt Anfang des Monats angetreten hat, erfolgt also unter schwierigen Bedingungen. Der  Manager, zuvor in Diensten des Werkzeughändlers Würth aus Künzelsau, hat am 1. Mai die bis dahin amtierende Doppelspitze aus Finanzvorstand Baier und Rafael Gasset abgelöst. Das Duo hatte den Konzern seit Jahresbeginn nach dem Abgang des damaligen Vorstandsvorsitzenden Olaf Koch geführt.

Probleme macht in der Pandemie vor allem das Geschäft in Westeuropa (ohne Deutschland), wo die Erlöse um mehr als ein Fünftel eingebrochen sind.Auf dem Heimatmarkt gingen die Metro-Umsätze um etwa zehn Prozent auf 966 Millionen Euro zurück.

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