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Verbessert Ergebnis trotz stagnierender Umsätze: Metro erntet Früchte seines Sparprogramms

Verbessert Ergebnis trotz stagnierender Umsätze : Metro erntet Früchte seines Sparprogramms

Düsseldorf (RPO). Der Handelsriese Metro sieht sich nach Ergebnisverbesserungen im ersten Quartal auf Kurs. "Wir haben trotz des späten Ostergeschäfts unseren Gewinn deutlich gesteigert. Dies belegt unsere höhere Ertragskraft", erklärte Konzernchef Eckhard Cordes.

Dies sei vor allem den Kosteneinsparungen geschuldet. Mit Blick auf die ersten vier Monate - also inklusive Ostergeschäft - liege auch der Umsatz, der im Quartal noch stagnierte, über Vorjahresniveau.

Cordes bekräftigte seine Jahresziele. Demnach peilt der Konzern ein Umsatzplus von mehr als vier Prozent an. Der operative Gewinn vor Sonderfaktoren soll nach dem Rekordergebnis 2010 um rund zehn Prozent auf über 2,6 Milliarden Euro klettern. Voraussetzung sei allerdings, dass sich die Nordafrikakrise und die Naturkatastrophe in Japan nicht negativ auf die Weltwirtschaft auswirkten.

Im ersten Quartal stieg der operative Gewinn (Ebit) vor Sonderfaktoren um 6,6 Prozent auf 145 Millionen Euro, nach Sonderfaktoren um 21,4 Prozent auf 142 Millionen. Den Verlust nach Minderheiten dämmte der Konzern deutlich auf drei Millionen Euro ein nach einem Minus von 16 Millionen Euro vor Jahresfrist und übertraf damit die Analystenschätzungen.

Handelskonzerne fahren im ersten Quartal traditionell Verluste ein, der Löwenanteil der Gewinne fällt meist im Weihnachtsgeschäft an. Der Umsatz verharrte im ersten Quartal auf Vorjahresniveau bei 15,5 Milliarden Euro, Experten hatten hier etwas mehr erwartet.

Beim größten Umsatzbringer, der Großmarktkette Cash&Carry, stiegen die Erlöse um 1,1 Prozent auf 7,0 Milliarden Euro. Das Ebit vor Sonderfaktoren schnellte um 21,7 Prozent auf 31 Millionen Euro. Media Markt/Saturn steigerte den Umsatz leicht auf 5,0 (Vorjahr: 4,9) Milliarden Euro. Anlaufverluste in China schmälerten indes hier den Gewinn.

Das späte Ostergeschäft machte sich am stärksten in den Kaufhof-Filialen bemerkbar: Bei einem Umsatzrückgang um 4,7 Prozent auf 800 Millionen Euro stieg der operative Verlust auf 27 (minus 19) Millionen Euro. Das langjährige Sorgenkind Real verringerte den Verlust trotz leicht rückläufiger Erlöse auf 23 (minus 24) Millionen Euro.

(RTR/csr)