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Mallorca ist bei Eurowings gefragt, digitaler Impfpass soll helfen.

Digitaler Impfpass soll alles erleichtern. : Mallorca ist bei Eurowings gefragt

Pro Woche sollen bei Eurowings 300 Flüge nach Palma de Mallorca abheben. Der Lufthansa-Ableger meldet schnell ansteigende Buchungen. Die Saison in 2021 dauert wohl länger, weil sie erst spät startete.

Der Lufthansa-Ableger Eurowings meldet schnell steigende Nachfrage, weil die Impfkampagne in Europa schnell vorankommt und weil die Reisebeschränkungen sich lockern. „Die Zahl der Buchungen hat sich in den letzten Wochen mehr als verdoppelt“, sagte Eurowings-Chef Jens Bischof am  Montag. Alleine in den nächsten vier Wochen würden 500 Zusatzflüge angeboten mit 70.000 Tickets.

Aktuell würden 45 Eurowings-Jets genutzt, im Sommer sollen es rund 80 Maschinen sein, 2022 dann 100 Flugzeuge. Die höchste Nachfrage dieses Jahr erwartet Bischof Ende August/Anfang September. Das wäre einige Wochen später als er noch im März erhofft hatte. „Der neue Lockdown hat uns zurückgeworfen, aber wir sehen an den Buchungen, dass viele Geimpfte und andere Menschen reisen wollen.“

Wichtigstes Ziel ist Mallorca, wo Bischof noch am Wochenende war. Im Sommer seien pro Woche rund 300  Flüge nach  Palma de Mallorca geplant, natürlich auch eine Reihe an Flügen von Düsseldorf als Hauptstandpunkt von Eurowings. Ab der NRW-Hauptstadt wird das Kölner Unternehmen in den Ferien rund 100 Ziele anfliegen, ab Köln 60 Flughäfen. Besonders touristische Ziele liegen im Trend, Geschäftsreisen ziehen langsamer an, kommen aber ebenfalls: „Es gibt Nachholbedarf, die Betriebsstätten im Ausland zu besuchen.“

Damit Fliegen umweltfreundlicher wird, können Eurowings-Kunden bald Kompensationszertifikate kaufen, mit deren Einnahmen Wälder aufgeforstet werden könnten. Die Details sind noch unklar.

Bischof ergänzte, er hoffe auf einen schnellen Start des europäischen, digitalen Impfpasses, der für  Ende Juni angekündigt ist. Eurowings würde zwar aktuell und auch künftig Impfpässe aus Papier sowie eine Reihe verschiedener Testzertifikate von den Passagieren akzeptieren. Aber es würde im Hochsommer die Abläufe erleichtern, wenn alle relevanten Daten digital abgespeichert sind. Dazu würden auch Bescheinigungen gehören, eine Corona-Infektion überwunden zu haben, die ebenfalls in den digitalen Impfpass integriert werden sollen.

Als weiteres Ziel, das aktuell stark nachfragt sei, nannte Bischof bei dem Pressegespräch Griechenland. Malllorca sei auch sehr beliebt, weil die Inzidenzwerte mittlerweile niedriger liegen als in Deutschland. Er betonte, dass er das Risiko einer Corona-Infektion als sehr, sehr sicher ansehen würde: Jeder Passagier muss ja ein Testzertifikat mitbringen. Die Luft wird mit besonders guten Filtern gesäubert, alle Passagiere müssen Masken  tragen. „ Mir ist keine Infektion in der gesamten Lufthansa-Gruppe bekannt“, so Bischof.

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Im Sommer 2022 sollen in Düsseldorf 30 Jets stehen, in Köln-Bonn 15 bis 20 Flugzeuge.

Bischof distanzierte sich von der Idee von Annalena Baerbock, der Kanzlerkandidatin der Grünen, den innerdeutschen Flugverkehr stark einzuschränken. Ein Drittel der innerdeutschen Passagiere würde nur in ein Flugzeug steigen, um am Ankunftsort in einen Mittelstrecken- oder Langstreckenflug umzusteigen. „Wenn dieser Zubringerflug gestrichen wird, steigen die Leute eben in Paris oder London um. Das bringt der Umwelt nichts.“