Siegfried Russwurm contra Sigmar Gabriel Machtkampf bei Thyssenkrupp um den Stahl

Essen · Im Zentrum stehen die Aufsichtsratschefs Siegfried Russwurm und Sigmar Gabriel. Ihre Ziele und Methoden sind höchst ungleich. Am Mittwoch berät der Steel-Aufsichtsrat über Umbau und Jobabbau.

Sigmar Gabriel spricht bei einer Demonstration bei ThyssenKrupp in Duisburg. (Archiv)

Sigmar Gabriel spricht bei einer Demonstration bei ThyssenKrupp in Duisburg. (Archiv)

Foto: Christoph Reichwein (crei)/Reichwein, Christoph (crei)

Zwischen Thyssenkrupp und seiner Stahltochter ist ein Machtkampf um die Zukunft von Steel entbrannt. Im Zentrum stehen die beiden Aufsichtsratschefs: Auf der einen Seite Siegfried Russwurm (60), Chefkontrolleur des Mutterkonzerns, der den Stahl so schnell wie möglich loswerden will - koste es, was es wolle, wie Insider sagen. Schon beim Verkauf von 50 Prozent wäre man den Beherrschungsvertrag, die Verluste und CO2-Emissionen von Steel los. Auf der anderen Seite steht Sigmar Gabriel (64), früher Bundeswirtschaftsminister und heute Chefkontrolleur bei Steel, der den Stahl und seine 27.000 Mitarbeiter in eine gute Zukunft führen will.