Lufthansa-Streik — Für Edel-Renten ist kein Platz

Streik bei der Lufthansa: Kamikaze der Piloten

Seit acht Uhr am Dienstag streiken die Piloten der Lufthansa auf der Langstrecke. Offizieller Streikgrund: die Übergangsversorgung der Piloten. Doch für Edel-Renten ist auch einzelwirtschaftlich kein Platz mehr.

Wer derzeit einen Flug bucht, hat oft nur die Wahl zwischen Pest und Cholera: Bei der einen deutschen Airline ist kein Ende der wirtschaftlichen Krise abzusehen, bei der anderen kein Ende der Streiks.

Die Branchenriesen sind geworden, was gerade Fluggesellschaften nie sein sollten: unsichere Kantonisten. Nun streiken die Piloten der Lufthansa und strapazieren zum 13. Mal in diesem Arbeitskampf die Nerven der Passagiere.

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Offenbar begreifen sie nicht, wie es um ihren Arbeitgeber steht. Dabei zeigte bereits der zwischenzeitig drohende Dax-Abstieg, wie dramatisch der Kranichflieger an Höhe verloren hat. Beim Vorruhestand waren Lufthansa-Piloten, gemessen am Rest der Bevölkerung, schon immer unanständig privilegiert.

Seit Billigflieger und subventionierte arabische Airlines das Geschäftsmodell der Lufthansa zerstört haben, ist für Edel-Renten auch einzelwirtschaftlich kein Platz mehr. Der Konzern kann gar nicht nachgeben. Entweder die Piloten sehen das bald ein — oder sie streiken ihr Unternehmen zu Tode. Es ist höchste Zeit, die Kamikaze-Aktionen zu beenden.

(anh)