„Pannenjet“ der Bundesregierung Lufthansa kauft früheren Kanzler-Flieger für einstelligen Millionenbetrag

Hamburg/Frankfurt · Der als Pannenjet bekannt gewordene Regierungsflieger „Konrad Adenauer“ ist nun offiziell Geschichte: Die Lufthansa Technik hat jetzt die im Herbst 2023 ausgemusterte Regierungsmaschine gekauft – was damit geplant ist.

Lufthansa kauft Regierungsjet Konrad-Adenauer​
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„Pannenflieger“ – Lufthansa kauft Regierungsjet Konrad-Adenauer

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Foto: dpa/Kay Nietfeld

Lufthansa will den Pannenjet nun ausschlachten, wie ein Unternehmenssprecher am Freitag in Hamburg bestätigte. Zahlreiche Teile des 25 Jahre alten Jets könnten noch verkauft und in anderen Flugzeugen verwendet werden. Unter anderem gelten die Triebwerke noch als hochwertig.

Die Lufthansa-Technik kauft dem Sprecher zufolge regelmäßig ältere Maschinen zur Weiterverwertung an. Das häufig von Kanzlerin Angela Merkel und ihrem Nachfolger Olaf Scholz genutzte Flugzeug soll nach einem kurzen Zwischenstopp in Hamburg ins spanische Teruel fliegen, um dort demontiert zu werden. Laut Spiegel hat Lufthansa Technik einen einstelligen Millionenbetrag an das bundeseigene Verwertungsunternehmen Vebeg gezahlt. Der Jet hatte bei mehreren Regierungsreisen unterschiedlichste Pannen erlitten. Probleme gab es unter anderem in New York, Beijing und zuletzt für Bundesaußenministerin Annalena Baerbock in Abu Dhabi.

Unklar bleibt zunächst die Verwendung der luxuriösen Sonderausstattung mit Schlafzimmer, Dusche und Konferenzräumen. Darüber werde später entschieden, sagte der Lufthansa-Sprecher. Die Flugbereitschaft der Bundeswehr hatte den von der Lufthansa übernommenen Langstreckenjet gemeinsam mit dem Schwesterflugzeug „Theodor Heuss“ im Jahr 2011 in Betrieb gesetzt. Inzwischen trägt eine neue Regierungsmaschine vom größeren Typ A350 den Namen des ersten Bundeskanzlers Adenauer.

(aku/dpa)
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