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Lufthansa: Gericht erlaubt Flugbegleiter-Streik - Donnerstag und Freitag

Einstweilige Verfügung abgelehnt : Gericht erlaubt Flugbegleiter-Streik bei Lufthansa

Die Flugbegleiter der Lufthansa dürfen wie geplant am Donnerstag und Freitag streiken. Das Arbeitsgericht Frankfurt lehnte die Einstweilige Verfügung ab - doch die Lufthansa will in Berufung gehen.

Lufthansa hatte die Einstweilige Verfügung gegen den angekündigten 48-Stunden-Streik der Gewerkschaft UFO beantragt. Diese wurde nun am Mittwoch vom Gericht abgelehnt. Rechtsmittel gegen diese Entscheidung sind aber noch möglich. Das Gericht hatte auf einen Antrag der Lufthansa auf eine einstweilige Verfügung zum Untersagen des Streiks hin eine Verhandlung angesetzt.

Trotz der Niederlage vor Gericht werde die Lufthansa in die Berufung gehen, erklärte ein Unternehmenssprecher unmittelbar nach dem Urteil der ersten Instanz. Für den Fall einer erneuten Verhandlung hatte der Ufo-Vizevorsitzende Daniel Flohr die Teilnahme an einem Gespräch abgesagt, zu dem Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Vortag eingeladen hatte.

Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) hat ihre Mitglieder zum zweiten Mal in kurzer Zeit zum Ausstand aufgerufen, weil die Lufthansa Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft aus rechtlichen Gründen verweigert. Das Unternehmen lehnt Verhandlungen mit der Gewerkschaft ab, weil diese nach einem internen Streit im Frühjahr den Vorstand wechselte, dieser nach Einschätzung des Konzerns aber nicht vertretungsberechtigt ist.

Ufo fordert für die rund 21.000 Lufthansa-Flugbegleiter höhere Spesen und Zulagen sowie besseren Zugang für Saisonkräfte in reguläre Anstellungsverhältnisse. In dem gesamten Tarifkonflikt geht es aber auch um die vom Konzern aufgeworfene Frage, ob Ufo überhaupt noch Tarifverträge für das Kabinenpersonal durchsetzen kann. Für die anderen Flugbetriebe gibt es jeweils separate Forderungen.

Ufo fürchtet insbesondere, dass der Konzern Kabinen-Tarifverträge mit der Konkurrenzgewerkschaft Verdi abschließt. Die DGB-Gewerkschaft hat Lufthansa zu Gesprächen aufgefordert, konnte aber in der Vergangenheit nicht die Mehrheit der Beschäftigten bei der Kerngesellschaft hinter sich versammeln.

(vek/Reuters/dpa)