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Bankenkrise: Landesbanken wollen gemeinsame Bad Bank

Bankenkrise : Landesbanken wollen gemeinsame Bad Bank

Hamburg (RPO). Die Landesbanken erwägen offenbar die Gründung einer gemeinsamen Bad Bank. Einem Medienbericht zufolge, unter Berufung auf hochrangige Sparkassenkreise, soll die Bad Bank Wertpapiere aufnehmen, deren Schwankungen die Bilanzen der öffentlich-rechtlichen Institute belasten und die deren Eigenkapital aufzehren.

Die "Financial Times Deutschland" führt weiter aus, dass die Papiere dabei jeder Landesbank zuzuordnen sein sollten; die Refinanzierung käme über den Bundeshilfsfonds Soffin.

Beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hieß es laut "FTD" dazu: "Das ist eine denkbare Lösung. Sie verschafft den Instituten bilanzielle Erleichterung." Außerdem könnten die Belastungen in den nächsten Jahren nach Leistungsfähigkeit abgearbeitet werden. "Bei staatlicher Hilfestellung müssen für Landesbanken gleiche Regeln gelten wie für Großbanken", wird der DSGV zitiert.

Vorbild der gemeinsamen Bad Bank für Landesbanken sei die Rettungsaktion für den Einlagensicherungsfonds der privaten Banken, erfuhr die Wirtschaftszeitung nach eigenen Angaben aus Sparkassenkreisen. Die Sicherungseinrichtung der Landesbanken könnte als Hülle für die Bad Bank herhalten. In diese könnten die Landesbanken ihre Papiere zum Buchwert per 31. Januar 2008 einbringen. Zwar sei die Sicherungseinrichtung eigentlich dazu gedacht, eine Landesbank zu stützen.

(AP)