Weniger Aufträge: Krise trifft Siemens mit voller Wucht

Weniger Aufträge : Krise trifft Siemens mit voller Wucht

Der Konjunkturkrise macht dem Siemens-Konzern erheblich zu schaffen. Der Vorstandsvorsitzende Peter Löscher sagte am Donnerstag in München, angesichts des verschlechterten Umfeldes sei es schwieriger geworden, die bereits gesenkte Prognose für das Geschäftsjahr zu erreichen.

Im abgelaufenen Quartal steigerte der Konzern nach Angaben vom Donnerstag seinen Umsatz binnen Jahresfrist zwar nochmals um ein Zehntel auf 19,5 Milliarden Euro.

Der Auftragseingang brach allerdings um ein Viertel auf 17,8 Milliarden Euro ein, weit weniger als die Analysten erwartet hatten. Siemens-Chef Löscher zweifelt daher daran, dass sein Haus wie geplant im fortgeführtem Geschäft einen Jahresgewinn von 5,2 bis 5,4 Milliarden Euro einfahren kann.

"Wir spüren eine zunehmende Investitionszurückhaltung bei unseren Kunden und einen stärkeren konjunkturellen Gegenwind, vor allem in den industriellen kurzzyklischen Geschäften", erklärte er.

Unter den Erwartungen

"Angesichts des verschlechterten Umfelds ist es schwieriger geworden, unsere Prognose für das Geschäftsjahr zu erreichen." Der Gewinn der Münchner legte in deren dritten Geschäftsquartal zwar um 70 Prozent auf 850 Millionen Euro zu, blieb aber weit hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Der Grund dafür liegt darin, dass Siemens die Börsengangs-Pläne für seine Tochter Osram endgültig begraben hat und den Leuchtmittelhersteller nun an seine Aktionäre verschenken will.

Daher musste Siemens aus bilanziellen Gründen bei Osram Abschreibungen der letzten sechs Quartale über 443 Millionen Euro im Zwischenabschluss nachholen, was den Gewinn deutlich schmälerte.

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(REU)
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