Überschuss trotz Krise: Krankenkassen machen 1,2 Milliarden Euro Plus

Überschuss trotz Krise : Krankenkassen machen 1,2 Milliarden Euro Plus

Berlin (RPO). Wie das Bundesgesundheitsministerium am Montag in Berlin mitteilte, verbuchten die Kassen im ersten Halbjahr ein Plus von 1,2 Milliarden Euro. Einnahmen von rund 85 Milliarden Euro standen demnach Ausgaben in Höhe von 83,8 Milliarden Euro gegenüber.

Laut Statistik erzielten alle Kassenarten von Januar bis Juni ein Plus, insbesondere die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOKen). Diese verbuchten in den ersten sechs Monaten einen Überschuss von 818 Millionen Euro. Bei den Ersatzkassen fiel das Plus mit vier Millionen Euro am geringsten aus.

Die Leistungsausgaben der Kassen, also beispielsweise für Medikamente, medizinische Hilfsmittel und Krankengeld, stiegen in der ersten Jahreshälfte insgesamt um 6,2 Prozent je Versicherten. Die Ausgaben für die ambulante ärztliche Behandlung legten laut Statistik um 8,1 Prozent je Versicherten zu, die Ausgaben für die stationäre Versorgung um 5,8 Prozent. Die Arzneimittelausgaben (ohne Impfkosten) wuchsen pro Kopf um 5,1 Prozent.

Die Krankenkassen bekommen 2009 rund 167,6 Milliarden Euro aus dem Gesundheitsfonds. Damit haben die Versicherer laut Gesundheitsministerium rund 11 Milliarden Euro mehr zur Versorgung ihrer Mitglieder zur Verfügung als ein Jahr zuvor. Die Finanzlage der gesetzlichen Kassen habe sich also "entgegen allen Unkenrufen" deutlich verbessert, hieß es im Ministerium. Dadurch gebe es auch ausreichend Spielräume zur Finanzierung der geplanten Schweinegrippe-Impfungen, "ohne dass die Kassen allein hiermit die Erhebung von Zusatzbeiträgen begründen könnten".

(DDP/jre)
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