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Misstände in chinesischer Fabrik: Kinderarbeit - Samsung prüft Vorwürfe gegen Zulieferer

Misstände in chinesischer Fabrik : Kinderarbeit - Samsung prüft Vorwürfe gegen Zulieferer

Samsung prüft Vorwürfe gegen einen Zulieferer. Ihm wird Kinderarbeit vorgeworfen. Der südkoreanische Elektronikkonzern legte die Zusammenarbeit mit der Firma vorübergehend auf Eis.

Eine Prüfung der Arbeitsbedingungen in einer Fabrik des chinesischen Unternehmens Dongguan Shinyang Electronics Co. habe "Hinweise auf mutmaßliche Kinderarbeit" erbracht, teilte Samsung am Montag in Seoul mit.

Sollte sich der Verdacht erhärten, werde der Konzern die Zusammenarbeit mit dem Zulieferer beenden. Samsung hatte die Untersuchung in die Wege geleitet, nachdem die US-Organisation China Labor Watch Missstände in der Fabrik öffentlich gemacht hatte.

Laut China Labour Watch waren bei Dongguan Shinyang Electronics Angestellte unter 16 Jahren beschäftigt. In der Fabrik seien zudem übermäßig Überstunden angeordnet und nicht bezahlt worden. Zudem monierte die in New York ansässige Organisation fehlende Sozialversicherungen der Arbeiter.

Auch die chinesischen Behörden prüfen nach Angaben von Samsung nun die Vorwürfe gegen den Zulieferer. Der Elektronikkonzern erklärte, er verfolge eine "Null-Toleranz-Politik" gegenüber Kinderarbeit und prüfe deshalb regelmäßig die Arbeitsbedingungen in Fabriken von Vertragspartnern.

Dongguan Shinyang Electronics sei seit 2013 drei Mal überprüft worden, zuletzt habe es im vergangenen Monat eine Kontrolle gegeben. China Labor Watch bezeichnete das Kontrollsystem Samsungs als "ineffizient".

(DEU)